Professor Marc Wolfram wird neuer Direktor des IÖR Dresden

Dresden. Zum 1. Juli 2019 hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) einen neuen Direktor. Wie das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. mitteilt, übernimmt Professor Dr. Marc Wolfram im Zuge einer gemeinsamen Berufung mit der Technischen Universität Dresden auch die Professur für Raumentwicklung.

Mit Professor Dr. Marc Wolfram übernimmt ein international erfahrener Stadt- und Regionalplaner die Leitung des IÖR. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen vor dem Hintergrund der globalen ökologischen Krise insbesondere Fragen zur Dynamik und Steuerung des urbanen Wandels in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung.

Prof. Dr.-Ing. Marc Wolfram (Foto: privat)

Nach dem Studium der Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart absolvierte Marc Wolfram ein Graduiertenstudium in europäischer Urbanistik an der Universitat Politècnica de Barcelona (Spanien). Dort sowie über Forschungsaufenthalte an der École Nationale des Travaux Publics in Lyon (Frankreich) und der Universiteit van Amsterdam (Niederlande) erarbeitete er auch seine Dissertation zu räumlichen Planungskonzepten für die Integration des Hochgeschwindigkeitsverkehrs der Bahn in Europa, die er 2003 an der Universität Stuttgart verteidigte. Danach war er vier Jahre als Mitarbeiter beim Beratungsunternehmen Rupprecht Consult in Köln an diversen Europäischen Forschungsprojekten im Bereich Umwelt, Stadtentwicklung und Mobilität beteiligt, und bearbeitete anschließend ein eigenes Post-Doc Projekt zur Governance von Geodateninfrastrukturen in Deutschland und Frankreich an der Maison des Sciences de l’Homme in Paris (Frankreich). Weiter lesen

Nachruf: Dr. Dietmar Kettler nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben


© Dr. Dietmar Kettler/www.dietmar-kettler.de

Kiel. Am 20. Mai 2019 ist Dr. Dietmar Kettler (Jahrgang 1963) nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben. Der Kieler Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Verkehrsrecht und Autor des bekannten Ratgebers "Recht für Radfahrer" (das seit 2014 in der dritten Auflage vorliegt) hat sich bundesweit einen Namen als Vorkämpfer der Verkehrswende gemacht. In seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt  setzte er sich für eine stadtverträglichere Mobilität und für fahrradfreundlicheres Verwaltungshandeln ein. Der engagierte Fahrradaktivist war ein Impulsgeber und auch ein Visionär. In seinem Buch "Grundrecht auf Mobilität", das 2005 im Rhombos-Verlag erschien, hat er als einer der Ersten juristische Fragen in Bezug auf die Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen untersucht, Vollzugsdefizite aufgezeigt und Impulse für notwendige Gesetzesänderungen gegeben. Rechtsfragen rund um den Radverkehr hat er außer in seinen Büchern und zahlreichen Beiträgen in juristischen Fachzeitschriften fundiert und verständlich auch auf seiner Online-Plattform http://www.recht-für-radfahrer.de vorgestellt. Darüber hinaus war er seit 2010 Dozent an der Uni Wuppertal.
Als Verleger bin ich dankbar, dem Autor und Menschen Dr. Kettler begegnet zu sein. Die Zusammenarbeit bei der Herausgabe der zweiten Auflage (2008) seines Buches "Recht für Radfahrer" motivierte mich so stark, dass ich ganzjährig und dauerhaft auf das Fortbewegungsmittel Fahrrad umgestiegen bin. Imponiert hat mir sein Eintreten für das Recht von Fahrradfahrern, die Fahrbahn zu nutzen und der Hinweis auf die statistisch belegten direkten und indirekten Unfallgefahren von Fahrradwegen. Dieser Ansatz verändert beim Fahrradfahren und beim Autofahren die Perspektive. Dr. Kettler hat sich durch sein Engagement für die Fahrradbewegung große Verdienste erworben. Er war aber in dieser Hinsicht nicht einseitig, sondern er hat sich immer für die Rechte und Pflichten aller Verkehrsteilnehmer eingesetzt. Durch seine Tätigkeit hat Dr. Kettler vieles bewirkt, bei Behörden, bei Gerichten, vor allem aber bei vielen Menschen. Diese werden ihn nicht vergessen.

Bernhard Reiser, Rhombos-Verlag

Die weltweite Inanspruchnahme von natürlichen Böden für Band 76 der Reihe Siedlungs- und Verkehrszwecke ist weiterhin sehr hoch. Das gilt auch für Deutschland,   wo es noch nicht  gelungen  ist,  die  Flächenneuinanspruchnahme  von  der wirtschaftlichen Entwicklung zu entkoppeln. Allerdings verfolgt die Bundesregierung das Ziel, zu einer Flächenkreislaufwirtschaft mit Null- Hektar-Flächenverbrauch zu kommen.

Die IÖR-Veröffentlichungsreihe Flächennutzungsmonitoring informiert über alle Facetten des akuten Umweltproblems Flächenverbrauch. Diese reichen von der Flächenpolitik und dem Flächenmanagement über Ergebnisse der Flächen- und Gebäudestatistik, Datengrundlagen, Monitoringmethoden und indikatorbasierten Beschreibungen der Entwicklung in Langzeitreihen bis hin zu Prognosen und Szenarien der Flächenentwicklung. Dazu werden aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis vorgestellt, die auf dem 10. Dresdner Flächennutzungssymposium präsentiert und diskutiert wurden. ... mehr ...

Probewohnen Görlitz-AltstadtDie Stadt Görlitz ist - wie zahlreiche Klein- und Mittelstädte, insbesondere in peripheren Lagen - von den Auswirkungen des demografischen und strukturellen Wandels betroffen und muss im Umgang mit noch immer vorhandenem innerstädtischen Leerstand neue Strategien entwickeln.

Mit dem Projekt Probewohnen wurde die gesamte Stadt Görlitz und insbesondere die historische Altstadt als Wohnstandort beworben. Die Möglichkeit der konkreten Erfahrung bisher gegebenenfalls nicht bekannter Wohnsituationen kann dazu beitragen, eigene Wohnwünsche und -anforderungen zu reflektieren und Standortentscheidungen zu überdenken. Gleichzeitig können über den Ansatz des "Erprobens" Stärken und Schwächen konkreter Quartiere, Gebäude und Wohnungen im alltäglichen Erleben erfasst werden. Daraus können Handlungsempfehlungen für Wohnungsmarkt- und Stadtentwicklungsakteure abgeleitet werden.

Im Rahmen des Projekts konnten Interessierte eine Woche mietfrei in einer Wohnung in der Görlitzer Altstadt zur Probe wohnen und testen, ob ein Umzug nach Görlitz für sie in Frage kommt. Die Teilnehmenden wurden gleichzeitig als "Experten" für die Beurteilung der Wohnqualität im Stadtquartier befragt. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse dieser Befragung vor.

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10.04.2018

Kann Deutschland von der Schulverpflegung in Japan lernen?

Analyse der Schulverpflegung in Japan und Möglichkeiten der Übertragung auf Deutschland

 Schulverpflegung in JapanDurch den gesellschaftlichen Wandel haben sich die Ganztagsschulen und damit auch die Schulverpflegung mehr und mehr zu einem wichtigen Thema entwickelt. Darauf war Deutschland nicht vorbereitet.
Seit etwa zehn Jahren sind bundesweit Aktivitäten zu beobachten, mit denen man versucht, das Versäumte nachzuholen. Doch es wollen sich keine sichtbaren Erfolge einstellen. Die Kritik an der Schulverpflegung hat zu entsprechenden Schlagzeilen in den lokalen und überregionalen Medien geführt. Auch Studien konstatieren dem Schulessen in Deutschland viele Mängel.
Angesichts der Dauerdebatte um das Schulessen lohnt sich ein Blick in ein Land, das seit Jahrzehnten viel Erfahrung mit der Schulverpflegung hat. Professor Dr. Volker Peinelt. der Autor des vorliegenden Buches, besuchte Japan, um zu untersuchen, was Japan anders macht und ob Deutschland von Japan lernen kann.
Hierzu werden die Verhältnisse zunächst beschrieben und die Hintergründe der Abläufe und Besonderheiten des Systems erläutert. Es wird gefragt, was die Bedingungen für die erfolgreiche Schulverpflegung in Japan sind. Danach wird ausführlich geprüft, ob und inwieweit diese Verhältnisse auf Deutschland übertragbar sind.
Schließlich stellt der Autor ein Konzept vor, in dem alle Erkenntnisse der Reise und der Erfahrungen in der Gemeinschaftsgastronomie zusammengefasst werden. Hiermit könnten sehr gute Erfolge in Deutschland erzielt werden, die auch bezahlbar sind.

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Landschaftsbildbewertung in der Landschaftsplanung

Entwicklung und Anwendung einer Methode zur Validierung von Verfahren zur Bewertung des Landschaftsbildes durch internetgestützte Nutzerbefragungen


Die Bewertung des Schutzgutes Landschaftsbild wird in Wissenschaft, Planungs- und Verwaltungspraxis oft als problematisch wahrgenommen, da nur ein geringer Kenntnisstand zur Bearbeiterunabhängigkeit, Zuverlässigkeit bzw. Reproduzierbarkeit und Gültigkeit von Landschaftsbildbewertungsmethoden vorherrscht. Dies konnte im Rahmen der vorliegenden Dissertation sowohl durch eine Recherche und Analyse von über 200 publizierten Methoden zur Bewertung des Landschaftsbildes als auch durch die Analyse einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 120 Landschaftsplänen auf kommunaler Ebene nachgewiesen werden.
Durch die Entwicklung eines auf Methoden der psychologischen Onlineforschung und Online-Marktforschung basierenden Instruments zur Internetbewertung von Landschaftsbildern steht ein Tool zur Erfassung einer großen Zahl (in einem ersten Pretest über 300 Teilnehmer) nutzerbasierter Landschaftsbildbewertungen von hinsichtlich Altersstruktur, Bildungsniveau und geographischer Verteilung sehr diversen Stichproben zur Verfügung, das sich in empirischen Pretests als bewerterunabhängig, reproduzierbar und gültig zur Erfassung von Landschaftsbildbewertungen erwies.
Im Internet erfasste Landschaftsbildbewertungen wurden zur Untersuchung der Validität zweier in der kommunalen Landschaftsplanung gebräuchlicher Expertenverfahren zur Bewertung des Landschaftsbildes eingesetzt. Erstmals liegen somit für die beiden untersuchten Bewertungsverfahren Einschätzungen der wissenschaftlichen Güte bzw. Gültigkeit, basierend auf einer breiten empirischen Datenbasis (mit über 1.600 Teilnehmern in der Hauptuntersuchung) vor. Basierend auf den erzielten Ergebnissen werden Empfehlungen zum Einsatz von Landschaftsbildbewertungsverfahren gegeben.. [mehr]

RECHT FÜR RADFAHRER

3. überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Auflage 2013


Alle Radfahrer sind unmittelbar und in den verschiedensten Lebensbereichen vom Recht für Radfahrer betroffen. Dementsprechend praxisbezogen geht die Konzeption dieses Rechtsberaters dahin, die verstreuten Vorschriften zusammenzufassen, übersichtlich darzustellen und zu erläutern.
Klar gegliedert und aktuell werden alle wesentlichen Themen behandelt:

  • Verkehrsregeln,
  • Eignungs- und Ausrüstungsvorschriften,
  • Recht gegenüber Behörden: Wegerecht, Baurecht, Sozialrecht,
  • Zivilrecht für Radfahrer,
  • Strafrecht für Radfahrer,
  • Steuerrechtliches.

 

Die Zielgruppe:

  • Radfahrer, die sich über ihre Rechte und Pflichten informieren wollen,
  • Berater in Geschäftsstellen von Fahrrad-, Verkehrs- und Umweltverbänden,
  • Polizeidienststellen,
  • kommunale Verwaltungen,
  • Rechtsanwälte, Richter und Schadensabteilungen der Versicherer, die sich mit dem Recht für Radfahrer befassen müssen.

 


Der Verfasser:
Dr. Dietmar Kettler ist Rechtsanwalt in Kiel und seit Jahren als Kenner der Materie ausgewiesen. Er versteht es, die praktisch wichtigen Rechtsfragen lebendig zu erörtern und abgewogen zu beantworten .. [mehr]

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Handbuch der Gemeinschaftsgastronomie. Gesamtausgabe

Anforderungen, Umsetzungsprobleme, Lösungkonzepte.

Hochschule Niederrhein (Hrsg.); Volker Peinelt; Jens Wetterau


Die Gemeinschaftsgastronomie (GG) ist eine dynamisch wachsende Branche mit vielen neuen Aufgabenfeldern. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an die Aktiven. Damit diese erfüllt werden können, benötigen die Fachkräfte verlässliche und das Verständnis erweiternde Hintergrund-Informationen. Mit diesem zweibändigen Handbuch mit über 60 Autorinnen und Autoren wird nicht nur das aktuelle Wissen der Branche dargestellt, sondern es werden auch die Probleme beschrieben, die bei der Umsetzung auftreten, und es werden Lösungen angeboten. Hierbei werden auch Aussagen gemacht, die nicht immer dem Mainstream entsprechen, teilweise sogar als Innovationen aufzufassen sind. [mehr]

08.11.2016

Professor Dr. Dr. h.c. Karl J. Thomé-Kozmiensky gestorben

Fachzeitschrift ReSource verliert ihren Chefredakteur

(Foto: TK Verlag)

Am 3. November 2016 ist der langjährige Chefredakteur der Fachzeitschrift ReSource und einer der renommiertesten Experten im Abfall- und Entsorgungsbereich, Professor Dr.-Ing. habil Dr. h.c. Karl J. Thomé-Kozmiensky, im Alter von 80 Jahren im brandenburgischen Neuruppin gestorben.

Der am 30.10.1936 in Trier geborene Karl Joachim Thomé-Kozmiensky studierte Bergbauwissenschaften an der RWTH Aachen, der Bergakademie Clausthal und der Technischen Universität Berlin. Nach der Promotion im Jahr 1968 wurde er bereits 1972 zum Professor für das Fachgebiet Bergschadenkunde ernannt. Mit Forschungsarbeiten im Bereich der Abfall- und Entsorgungswirtschaft beschäftigte er sich ab 1974. Nur vier Jahre später wurde ihm die Professur für das Fachgebiet Abfallwirtschaft zugewiesen, eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland.

Nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit an der TU Berlin im Jahr 2003 trat Thomé-Kozmiensky vor allem als Organisator und wissenschaftlicher Leiter zahlreicher internationaler und nationaler Kongresse und Konferenzen zu Themen der Abfallwirtschaft in Erscheinung. Darüber hinaus gehörte er zwischen 1994 und 2004 dem Aufsichtsrat der Berliner Stadtreinigungsbetriebe an.

Die Publikationsliste Thomé-Kozmienskys ist ebenfalls sehr umfangreich. Er gründete 1979 den E. Freitag-Verlag für Umwelttechnik, der später als EF-Verlag für Energie- und Umwelttechnik GmbH und heute als TK Verlag firmiert. Mehr als 140 Bücher zu allen Bereichen der Abfallwirtschaft und über Erneuerbare Energien zeichnete er als Autor oder Herausgeber. Darüber hinaus war Thomé-Kozmiensky Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift AbfallwirtschaftsJournal (1988–1998) und seit dem Jahr 2008 Chefredakteur der Fachzeitschrift ReSource.

Die redaktionelle Kooperation zwischen Professor Karl J. Thomé-Kozmiensky (TK Verlag) und der Fachzeitschrift ReSource (damals noch unter ihrem Namen MüllMagazin) begann im Jahre 2005. Seit diesem Jahr erschienen in den Zeitschriftenausgaben redaktionelle Aufsätze sowie ausgewählte Fachartikel aus dem Veranstaltungsspektrum des TK Verlags. Diese Zusammenarbeit wurde stetig vertieft und mit Heft 1/2008 erschien dann die erste Ausgabe der Fachzeitschrift unter der Chefredaktion von Professor Thomé-Kozmiensky. Er brachte viele Impulse und Neuerungen in die Zeitungsarbeit. Mit Heft 1/2009 initiierte er das erste Cover-Relaunch seit Bestehen der Zeitschrift (1988). Hinzu kam dann die Einführung des neuen Layouts mit Heft 1/2011 und der neuen Schrifttype. Auch war es sein Weitblick, dem die Zeitschrift den aktuellen Namen zu verdanken hat. Die Eingrenzung auf das Thema Müll, der im alten Namen MüllMagazin steckte, fand er nicht mehr zeitgemäß. Es bedurfte mehrerer Anläufe, bis einer der Vorschläge dann seine wohlwollende, ja begeisterte Zustimmung gefunden hatte. Mit Heft 3/2009 wechselte dann der Name vom historischen Titel „MüllMagazin“ zum neuen Namen „ReSource“. Für die programmatische Ausrichtung steuerte Professor Thomé-Kozmiensky den Untertitel bei: „Abfall, Rohstoff, Energie – Fachzeitschrift für nachhaltiges Wirtschaften“. Diese Namensgebung ist sein Vermächtnis für die thematischen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft.

Professor Thomé-Kozmiensky war nicht nur Chefredakteur und leidenschaftlicher Zeitungsmacher sowie begnadeter Wissenschaftspublizist. Er war auch ein gewissenhafter Wissenschaftler mit höchsten Ansprüchen und repräsentierte ganz im Sinne des Humboldt’schen Bildungsideals auch den Weltbürger. In allem was er machte, strebte er nach Perfektion, blieb dabei aber menschlich. Er grenzte andere nicht aus, auch schaute er nicht überheblich auf sie herab. Er begegnete den Menschen auf Augenhöhe, ließ sie teilhaben an seinen geistigen Ausflügen. Viele förderte und baute er voller Zuversicht auf, wenn er ihre Fähigkeiten erkannt hatte. Vielen, denen er begegnete, zeigte er auch die schönen Seiten des Lebens, denn er konnte nicht nur hart arbeiten, sondern war immer auch ein Bonvivant mit Geschmack und Stil. Professor Thomé-Kozmiensky war ein freier Mensch, der immer seine Meinung frei heraus sagte, auch wenn er sich damit möglicherweise in Widerspruch zu anderen begab. Seine Auffassung, von der er sein Gegenüber zu überzeugen suchte, belegte er mit fundierten Argumenten. Zugleich ließ er jedem Menschen das Recht auf eine eigene Meinung: Kleingeistigkeit, Anpassung und Duckmäusertum waren ihm ein Graus. Er liebte und suchte den begründeten Widerspruch, den er dann auch respektierte. Und auch wenn er so vieles wusste, so war er dennoch immer neugierig und bereit, Neues zu lernen.

Herrn Professor Thomé-Kozmiensky bedeutete diese Zeitschrift sehr viel. Er hat sie in einer ihrer wichtigsten Phasen geprägt, war ihr umsichtiger, erfahrener Fährmann, der sie in turbulenter Zeit zuversichtlich über den windgepeitschten See gebracht hat. Die ReSource wird deshalb immer auch seine DNA tragen.

Die Zeitschrift verliert mit Herrn Professor Dr. Dr. Thomé-Kozmiensky nicht nur ihren hoch geschätzten Chefredakteur, sondern auch einen Inspirator und Motivator. Als Herausgeber verliere ich zudem einen feinen, aufrichtigen Menschen, den ich immer in bester Erinnerung behalten werde.

Seiner Familie, den engsten Angehörigen, den Beschäftigten des TK Verlags Karl Thomé-Kozmiensky sowie seinen Freunden gilt mein aufrichtiges Beileid.

Bernhard Reiser

Herausgeber Fachzeitschrift ReSource
Rhombos-Verlag

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Rhombos Online-Nachrichten (RON)

ISSN 1866-9735

Professor Marc Wolfram wird neuer Direktor des IÖR Dresden

Raumforschung für die ökologische Zeitenwende soll helfen, systemische Innovationen voranzubringen

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