Vernunft, Verantwortung und Unvergänglichkeit

Bausteine zu einem christlichen Humanismus für unsere Zeit

Sigmund Bonk

Kurzübersicht

Bausteine zu einem christlichen Humanismus für unsere Zeit
ISBN: 978-3-941216-06-8
Veröffentlicht: Juli 2009, 1. . Auflage, Einband: Broschur, Seiten 386, Format DIN A5, Gewicht 0.6 kg
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Vernunft, Verantwortung und Unvergänglichkeit

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Sigmund Bonk

Vernunft, Verantwortung und Unvergänglichkeit

Bausteine zu einem christlichen Humanismus für unsere Zeit

386 Seiten. Rhombos-Verlag, Berlin 2009

„Einer alten Überzeugung nach ist der Menschetwas Besonderes: Ihm eignet eine spezifische Würde, die es theoretischanzuerkennen und praktisch zu respektieren gilt. Dieser Grundkonsens ist injüngerer Vergangenheit unter starken Druck geraten, dem nachzugebenverhängnisvoll wäre. Der Aufbau eines glaubwürdigen, christlich geprägtenHumanismus stellt eine der bedeutsamsten Herausforderungen der Gegenwart dar.“ (Sigmund Bonk)

 „Ein wichtiges Buch“(Papst Benedikt XVI.)

Zum Buch:

Einer alten Überzeugung nach ist der Mensch etwas Besonderes: Ihm eignet eine spezifische Würde, die es theoretisch anzuerkennen und praktisch zu respektieren gilt. Dieser christlich-humanistische Grundkonsens ist in jüngerer Vergangenheit unter starken Druck geraten. Dieser Druck zeigt bereits Folgen (wie „Positivismus“, „Konsumismus“ und „Spaßgesellschaft“) und er dürfte für die Zukunft noch große Gefahren in sich bergen (v. a. die des „dehumanisierten Menschen“).

Wesentliche Aspekte des christlichen Humanismus stellen der Glaube an die Vernunftnatur des Menschen, an die Verantwortbarkeit seines Tuns, an die Unvergänglichkeit seines seelisch-geistigen Seins dar. Der Gottesglaube ist mit diesen drei Glaubensinhalten verbunden. Sigmund Bonk versucht, solche mittlerweile antiquiert wirkende Begriffe in Form von sieben miteinander vernetzten Essays zu rechtfertigen und ihnen neue Attraktivität zu verleihen. Mit diesem Versuch ist die Hoffnung verknüpft, dass vorliegendes Buch so etwas enthalten könnte wie Bausteine zu einem christlichen Humanismus für unsere Zeit.

Der Autor:

Diakon Prof. Dr. Sigmund Bonk, Direktor des Bildungshauses im Bistum Regensburg „Schloss Spindlhof“, ist Autor zahlreicher Publikationen aus den Bereichen Philosophie, Theologie, Geschichte und Gesellschaft.

Zum Geleit

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es schon zu spät. Bei sehr nüchterner Betrachtung ist das Ringen um ein humanistisches Menschenbild bereits zu dessen Ungunsten entschieden worden. Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Pädagogik, Medien, Unterhaltung, der „Kulturbetrieb“ und der „Zeitgeist“ insgesamt wirken seit langem mehrheitlich und massiv in Richtung einer Einsicht – insofern es denn eine ist: „Eigentlich ist nichts Besonderes dran am Menschen. Wir wollen uns nicht länger blauen Dunst vormachen (lassen). Der alte Wolf ist des Pudels und der alte Affe des Menschen Kern.“

Die folgenden sieben „Bausteine“ genannten Essays unternehmen es dennoch, eine zeitgemäße Form von christlichem Humanismus zu formulieren und gegenüber naheliegenden Einwänden zu verteidigen. Ich werde v. a. in der Einleitung zu begründen versuchen, warum eine solche Aufgabe sinnvoll ist. Es ist mir jedoch schmerzlich bewusst, dass das in diesem Buch Geleistete für diesen großen Plan partout nicht ausreicht! Deswegen spreche ich auch lediglich von „Bausteinen“. Solche sind noch kein Bau. Was zu diesem Bau noch fehlt, wird an den entsprechenden Stellen immer wieder einmal angemerkt. Möglicherweise kann sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Gelegenheit bieten, zumindest weiteres „Material“ nachzuliefern. Lieber wäre mir freilich, und für besser erschiene es mir auch, es ließen sich andere für die Fortsetzung des Baus motivieren. Das Ziel wäre durchaus einiges Engagement wert.

Wichtige Fragen bei der Formulierung eines Humanismus für unsere Zeit lauten: Was kann unter einem „neuen christlichen Humanismus“, wie er derzeit vor allem von Papst Benedikt XVI. angeregt wird, verstanden werden? Befinden sich christlicher Glaube und Naturwissenschaften nicht in einem unlösbaren Konflikt, der nur ein „entweder oder“ übrig lässt? Was meint der Papst mit dem Begriff „weite Vernunft“? Beruht die christliche Religion auf rationalen Grundlagen? – Und, falls ja, auf welchen? Gibt es so etwas wie – eventuell sogar neue – Gottesbeweise? Stellen nicht die „strengen“ bzw. „exakten“ Wissenschaften das Paradigma für Rationalität dar – bleibt da noch Raum für Philosophie, Theologie oder gar „Weisheit“ der Religionen? Stellt die Religion überhaupt noch ein nennenswertes Ferment unserer Gesellschaft dar? Sollte sie das? Wodurch ist unsere gegenwärtige Gesellschaft, außer durch ihre religiöse Indifferenz, charakterisiert? Bleibt in der sog. „Spaßgesellschaft“ noch Raum für die Seele, für Ideale, Verantwortungsbewusstsein, tiefer gehende Menschlichkeit oder klassische, „humanistische“ Bildung? Gibt es geistesgeschichtliche Vorbilder unserer „Spaßkultur“? Sollten, neben dem des Vergnügens und dem des Nutzens, nicht besser noch andere Gesichtspunkte, v. a. der der Verantwortung, ins Auge gefasst werden? Stellt dieses Leben etwa nicht unsere „letzte Gelegenheit“ dar, glücklich zu werden? Ist ein „Jenseits“ der Zeit überhaupt rational denkbar – und ein Fortbestehen des Vergangenen „im Geist Gottes“ begründbar? Brauchen wir den Gedanken der Unvergänglichkeit? Was ist Vergangenheit? Was Zeit? Was ist der Mensch? Ist der Mensch mittlerweile nicht einerseits als Zufallsprodukt der Evolution und andererseits als biochemische Maschine erkannt und damit hinreichend verstanden worden? Und wie sollte man da noch länger von seiner „besonderen Würde“ sprechen dürfen? Gehört ein Denker wie Immanuel Kant (dieser wird für unsere Argumentation eine nicht unbedeutende Rolle spielen) nicht einer längst vergangenen und zurecht weitgehend vergessenen Epoche – der Ära gepuderter Perücken und seidener Kniestrümpfe – an, die man besser in Frieden auf sich beruhen lassen sollte? Und was sollte ein vor 113 Jahren in der Auvergne geborener Jesuit namens Henri de Lubac heute noch Beachtenswertes zu sagen haben?

Es sind solche Fragestellungen, denen im Folgenden nachgegangen wird: Auf eine Art und Weise, die sich von zwei der signifikantesten Thesen des Papstes –„einen neuen Humanismus anstreben“ und „der Vernunft ihre ganze Weite wiedergeben“ – hat anregen lassen. Als dem Direktor eines kirchlichen Bildungshauses liegen mir solche „Ansatzpunkte“ sicherlich nahe. Ganz besonders dann, wenn dieses Haus – die Rede ist von Schloss Spindlhof in Regenstauf bei Regensburg – auch noch vielfacher Schauplatz der Zusammenkunft des „Schülerkreises“ von Joseph Card. Ratzinger bei regelmäßiger Anwesenheit des gemeinsamen ehemaligen Doktorvaters gewesen ist. Anlässlich seiner Reise nach Bayern ist dieser dann als Papst Benedikt XVI. unter großer Begeisterung der Bevölkerung in seine Regensburger Heimat zurückgekehrt, um hier am 12. September 2006 eine zunächst Skandal erregende, dann aber mehrheitlich sehr gerühmte Ansprache, die sog. „Regensburger Rede“, zu halten. In dieser sowie in einer weiteren Universitätsansprache sind die entscheidenden und zusammengehörigen Äußerungen zu finden, welche dem vorliegenden Buch als Anregung zugrunde liegen. (Sie werden im Anschluss an dieses Vorwort ausführlich zitiert.)

Etwas vereinfachend und womöglich zugleich etwas „schwarzmalend“ ließe sich sagen: Es sind allesamt Krisensymptome der Moderne, die nun sogleich einer etwas näheren Betrachtung unterzogen werden sollen: die Krise des modernen Menschenbilds, des positivistischen Vernunftbegriffs, der gegenwärtig weit verbreiteten materialistischen und hedonistischen Weltanschauung, der Verantwortungs- und Bildungsverweigerung sowie der christlichen Religion. Dazu kommen die mit der Aufgabe der „Kontingenzbewältigung“ und Sinnfindung verbundenen grundsätzlichen menschlichen Probleme unserer („westlichen“) Welt, also so etwas wie die allgemeine Sinnkrise sowie, eher am Rande, einige Krisen der gegenwärtigen Theologie, Philosophie, Religion und Bildungspolitik.

Unsere grundsätzliche These wird lauten, dass es der Standpunkt eines christlichen Humanismus diesseits von Aufklärung, Kultur und Wissenschaft ist, dem Chancen eignen, die genannten Probleme zumindest klar in den Blick, teilweise vielleicht sogar in den Griff zu bekommen. Verschiedene und gewöhnlich christlich geprägte Humanisten vergangener Zeiten kommen dabei zu Wort. Sie ziehen – Immanuel Kant und Henri de Lubac an der Spitze – voraus oder geben das Geleit, um ein eigenständiges Urteil, das nicht zuletzt stets eines gewissen Abstands zum eigenen „Zeitgeist“ bedarf, zu ermöglichen (keinesfalls aber, um ein solches Urteil zu unterbinden!). Kritiklose Nachfolge führt nirgendwo an ein gutes Ende, aber bekanntlich kommt man besser voran und kann auch weiter sehen, wenn man sich auf den Schultern von Riesen tragen lässt.

Alles „Akademische“ darf aber über eines nicht hinwegtäuschen: „Tua res agitur!“ (Horaz), d. h., die hier erörterten Fragen und Probleme gehen einen jeden an. Und falsche, fehlende sowie nicht umgesetzte Antworten werden uns allen Probleme bereiten und unterschiedliches Leid zufügen.

Es wird zur Rechtfertigung der Grundthesen einiges auf den Nachweis ankommen: Der verengte Vernunftbegriff unserer durch Technik und naturwissenschaftliches Denken dominierten Kultur ist, aufs Ganze besehen, weder der Erkenntnis noch dem Glück des Menschen dienlich. Die Verengung der Vernunft muss selbst als unvernünftig angesehen werden bzw. die mit der positivistischen oder naturalistischen Begrenzung der Ratio einhergehende, etwas einfältige und nicht zuletzt auch langweilige, materialistische Weltanschauung, die nur „greifbare“ Werte wie vor allem Macht bzw. Vermögen und Lust bzw. Konsum als real anerkennt, erweist sich letztlich als irrational, da sie gegenüber bedeutenden Aspekten der Realität blind und taub ist – oder sich ihnen gegenüber zumindest so stellt. Dasselbe gilt für bedeutende Aspekte des Menschseins: Denn weder vermag die verengte Vernunft die erfahrbare Natur ganz aufzuschließen, noch wird sie dem Wesen des Menschen in seiner natürlichen (oder gar übernatürlichen) Würde gerecht. Das gegenwärtig weit verbreitete antihumanistische Menschenbild erweist sich als ebenso defizitär wie gefährlich.
Und genau in diesen Beobachtungen liegt das verbindende Glied zwischen dem Thema „Vernunft“ und dem Thema eines „neuen Humanismus“. Eine, wie zu zeigen sein wird, auf längere Sicht auch politisch höchst prekäre materialistisch-hedonistische Begrenzung der Weltanschauung und Limitierung der Lebenserfahrung sowie Einschränkung des Lebensvollzugs beraubt den Menschen ebenso seines hohen Selbstbewusstseins (einschließlich des damit einhergehenden Verantwortungsgefühls und der Hochherzigkeit insgesamt) wie seines reinsten Glücks und stößt ihn stattdessen sukzessive in eine Existenzweise der Banalität, Betäubung und schlussendlichen Brutalität hinab: Zumindest vorerst noch bestens versorgt („shopping center“), hervorragend informiert („www“) und technisch versiert („high tech“), schwebt der moderne Mensch tatsächlich, ganz wie von Kardinal de Lubac, Papst Benedikt XVI. u. a. befürchtet, in akuter Gefahr, sich geistig-moralisch herabzuentwickeln zum bloßen „findigen Tier“. Es sollte nämlich klar sein, dass man den Menschen über kurz oder lang auch so behandeln wird, wie man über ihn denkt: Ganz besonders dann, wenn der Zeitgenosse sich vereinzelt oder gar mehrheitlich selbst dementsprechend verhält.

Das sich verabsolutierende Vergnügungs- und Machtstreben vernichtet alle weiter reichenden Hoffnungen des Menschen und treibt ihn in die nun trotzig als solche (jedenfalls verbaliter) akzeptierte Vergänglichkeit, wobei sich freilich ein unterschwelliges Gefühl der Trauer und stillen Verzweiflung nicht verhindern lässt. – Läge dieser Feststellung tatsächlich eine Einsicht zu Grunde, so wäre sie durch den technischen oder instrumentalisierten Verstand allein nicht zu gewinnen gewesen. Es bedurfte dazu ersichtlich einer weiteren, für Philosophie, Religion, Weisheit und nicht zuletzt für eigene Beobachtungen sowie authentische innere Erfahrungen offenen Vernunft. Und es bedarf dazu der letztlich moralischen Eignung, einen objektiven Standpunkt ernsthaft und unter Akzeptanz seiner Konsequenzen beziehen zu wollen. Dieser Standpunkt ist aber zugleich der der bewussten Übernahme von Verantwortung. Und gerade für diese Aufgabe leistet die vielgescholtene humanistische Bildung ansonsten unerreichte Hilfestellungen und unentbehrliche Dienste. Eine solche ist darüber hinaus imstande, an der Vergänglichkeitshypothese begründete Zweifel anzumelden. Ist der Mensch frei und ist seinem Geist irgendwie ein Abbild Gottes eingezeichnet, so darf die Unvergänglichkeit der Person angenommen werden. Auch kommt erst mit diesem Bewusstsein der Glaube an Gott und die Vernunft (bzw. an die Wahrheit) zu einem kohärenten Abschluss. Gott garantiert den Wahrheitsbezug der Vernunft, und die geistige Personalität des Menschen garantiert dessen „Wahrheitsfähigkeit“.

Überall, wo das von Gedanken- und Rücksichtslosigkeit, Gier und Machtgelüsten bestimmte Verhalten durch die bewusste und gelebte Anerkennung der wahren menschlichen Würde, wo das Luststreben durch Liebe und das Verfolgen dauerhaften Glücks, wo die bloß interessengeleitete Neugier und Forschung durch das Streben nach echtem Verstehen, nach Objektivität, Wahrheit und Weisheit durchkreuzt wird, hat der Umschwung vom Sinn und Glück zersetzenden Materialismus zum Sinn und echtes Glück freisetzenden christlichen Humanismus begonnen. Kurz: Weite Vernunft und tiefe Menschlichkeit gehören zusammen und bedingen einander zum Wohl des Menschen einschließlich seines originären Erkenntnisstrebens, während ein enger Rationalismus und die um sich greifende Unmenschlichkeit einander nur immer weiter negativ verstärken. Ein enger hedonistischer Glücksbegriff erschwert wahres und dauerhaftes Glück ebenso wie die anhaltende theoretische Demütigung des Menschen seiner faktischen Entwürdigung Vorschub leistet. Menschlichkeit ist auf das positive humanistische Vorzeichen angewiesen, aber die tiefste Menschlichkeit eröffnet sich erst in der bewussten Nachfolge Jesu Christi.

Damit sind wir aber im Bereich des persönlichen Glaubens angelangt, wovon allerdings im Folgenden (so gut wie) keine Rede mehr sein wird. Nur noch einige letzte „Worte zuvor“ seien ebenfalls persönlicher Art: Meine Mutter Ingeborg Bonk hat die Fertigstellung dieses Buches ebenso liebevoll wie ausdauernd angemahnt und es großzügig finanziert, Frau Eva Maria Fischer, Herr Roland Heimler M.A. und Herr PD Dr. Gereon Piller haben das Manuskript gelesen und mir durch ihre zahlreichen guten Anmerkungen sowie mit ihren hervorragenden EDV-Kenntnissen weitergeholfen: Dafür sei ihnen aufrichtig gedankt!

Doch auch bei so selbstloser Begleitung kostet das Verfassen von Büchern immer wieder ein durchaus beachtliches Maß an Mühe und Lebenszeit. Dieses Opfer ist gewiss, während so etwas wie die positive Wirkung eines Buches stets zweifelhaft bleibt. Fragen des Einsatzes von Lebenszeit sind aber glasklare Gewissensfragen: Hätte man diese Zeit nicht lieber seinem Schöpfer (oder der Schöpfung), gesellschaftlichen Aufgaben oder seiner Familie widmen sollen? In Bezug auf unseren Schöpfer und seiner Werke habe ich, was eine mögliche Antwort anbelangt, kein bestimmtes Gefühl, hinsichtlich der Gesellschaft denke ich, ihr nicht sehr gefehlt zu haben, was aber meine Familie betrifft, so kann ich für das geduldige und verständnisvolle „Mittragen“ der zusätzlichen Last nur von ganzem Herzen Danke! sagen.

Meinem Sohn Michael ist dieses Buch in unverbrüchlicher Liebe gewidmet.
Ist es wirklich schon zu spät? Amor vincit omnia! (Vergil)

Regensburg, den 8. Juni 2009

Sigmund Bonk

Inhalt

Zum Geleit    6
Die päpstliche Anregung zu diesem Buch    13

Einleitung    19
Erster Baustein:
Ein christlicher Humanismus diesseits von Aufklärung, Kultur  und Wissenschaft    19
0    Vorbemerkungen    21
1    Die Existenz, Ordnung und Schönheit
    des Universums    25
2    Humanität von Cicero bis Pico    30
3    Shakespeare    40
4    Leibniz    46
5    Kant    51
6    Größe und Grenzen der Vernunft    58
7    Der Humanitätsgedanke    65
8    De Lubac    68
9    Kurze Vorschau    75

Erster Teil: Vernunft und Glaube    81
Zweiter Baustein:
Die Wissenschaft, das Christentum
und ihre philosophische Vermittlung    81
0    Vorbemerkungen    83
1    Dialogvorzeichen: Harmonie    92
1.1    Harmonie als Ergänzung    92
1.2    Harmonie als Identität    96
1.3    Harmonie als Konvergenz    97
2    Dialogvorzeichen: Disharmonie    105
2.1    „Glaube falsch, Naturwissenschaft wahr...“    105
2.2    „Naturwissenschaft falsch, Glaube wahr...“    112
3    Dialogvorzeichen: Deutliche Differenz bzw.
    Inkommensurabilität    116
3.1. Deutliche Unterschiede    116
3.2    Gänzliche Verschiedenheit bzw. Inkompatibilität    119
4    Das wahre Verhältnis von Naturwissenschaft
    und Christentum: „Unterschieden, aber (fragil)
    miteinander verbunden“     127

Dritter Baustein: Papst Benedikts Begriff einer „weiten Vernunft“    139
0    Vorbemerkungen    141
1    Ein kurzer Überblick über die Regensburger
    Vorlesung und das römische Redemanuskript     145
1.1    Die Regensburger Vorlesung    145
1.2    Die unterdrückte „Sapienza-Rede“    148
2    Eine Nachfrage zur Regensburger Vorlesung und
    vier für sich genommen verfehlte Antwortversuche    151
2.1    Eine Nachfrage    151
2.2    Der Vernunftbegriff der (Natur-)Wissenschaften soll mittels
    einer „rehellenisierten“ (bzw. „re-augustinisierten“)
     Philosophie bzw. Theologie ergänzt werden    153
2.3    Der einseitig naturwissenschaftlich orientierte
    Vernunftbegriff soll durch eine Rückkehr zur
    scholastischen Lehre, dem „Thomismus“ bzw.
    „Neothomismus“, erweitert werden    156
2.4    Der verengte Vernunftbegriff soll auf die Weise der
    idealistischen Philosophie des 19. Jahrhunderts
    (insbesondere auf die Weise Schellings) befreit,
    „wieder eröffnet“ werden    157
2.5    Die rein naturwissenschaftlich verstandene Rationalität
    liefert einen verkürzten und unhistorischen
    Vernunftbegriff: Der wahre Vernunftbegriff enthält
    geschichtlich sedimentierte, allgemein menschliche
    Erfahrungen in der Gestalt sog. Weisheit     161
3    Versuch einer Synopse    164
4    Abschließende Bemerkungen    173

Zweiter Teil: Vergnügen versus Verantwortung    179
Vierter Baustein: Jeremy Bentham und die „Generation Golf“    179
0    Vorbemerkungen im Blick auf Kant    181
1    Grundzüge der Moralphilosophie und
    philosophischen Anthropologie Jeremy Benthams    187
 2    Die „Generation Golf“ als „Bentham Society“    201
 3    Abschließende Bemerkungen zu den Themen
    „Verantwortung“ und „Ideale“    215

Fünfter Baustein:
Bildung unter dem Vorzeichen des Vergnügens: Unser täglicher „Bildungskrisenalarm“    223
0    Vorbemerkungen im Blick auf Kant    225
1    Aktuelle Probleme mit dem Bildungsbegriff    231
2    Der tradierte Bildungsbegriff: Was Bildung
    ausmacht und was den Gebildeten bislang
    ausgezeichnet hat    239
3    Bildung in der Krise? Bildung darf den Kontakt
    zur empirischen Wirklichkeit nicht verlieren    258
4    Identität, Glaube, Lebensfreude:
    Drei gewöhnlich vernachlässigte Stichworte
    im Umkreis der Bildungsdiskussionen    274
4.1.    Erstes Stichwort: „Persönliche Identität“    274
4.2.    Zweites Stichwort „Glaube und Hoffnung“    277
4.3    Drittes Stichwort „Lebensfreude durch Bildung“    280
5    Abschließende Bemerkungen    283

Dritter Teil: Zeit und Unvergänglichkeit    291
Sechster Baustein:
Zeit als Form oder formbare Zeit? Kant und die Kosmologie der Gegenwart    291
0    Vorbemerkungen    293
1    „Die Zeit selbst verändert sich nicht, sondern
    etwas, das in der Zeit ist“ (Kant KrV B 58)    301
2    Die Zeit verändert sich, indem sie sich ausdehnt
    und verkürzt     305
3    Die Zeit verändert sich, indem sie erstarrt
    oder sich verräumlicht    308
4    Die Zeit verändert sich, indem sie
    diskontinuierlich wird    311
5    Die Zeit verändert sich, indem sie
    gewissermaßen „schaumig“ wird    320
6    Raum und Zeit: sowohl Formen der Wirklichkeit
    als auch der Anschauung?    323
7    Abschließende Bemerkungen im Blick auf
    Dostojewskij und de Lubac    329

Siebenter Baustein:
„Unwiederbringlich vorbei“ oder „bleibende Vergangenheit“?    335
0    Vorbemerkungen    337
1    Jonas’ Essay „Vergangenheit und Wahrheit“    341
2    Zum Vergleich (I): Schopenhauer    345
3    Zum Vergleich (II): Proust    349
4    Zum Vergleich (III): Bergson und Sheldrake    354
5    Versuch einer Bewertung des „notwendigen
    Gedankens“     360
6    Jonas’ abschließender Gedanke     364
7    Spaemanns „letzter Gottesbeweis“ (I)    368
8    Der „letzte Gottesbeweis“ (II)    374
9    Abschließende Bemerkungen     381

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