MüllMagazin 2006_2

Fachzeitschrift für ökologische Abfallwirtschaft, Abfallvermeidung und Umweltvorsorge

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Kurzübersicht

Fachzeitschrift für ökologische Abfallwirtschaft, Abfallvermeidung und Umweltvorsorge
ISBN: -
ISSN: 0934-3482
Veröffentlicht: Juni 2006, Heft 2/2006. Auflage, Einband: geklammert, Seiten 48, Format 210x290, Gewicht 0.15 kg
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MüllMagazin 2006_2

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MüllMagazin
Fachzeitschrift für ökologische Abfallwirtschaft, Abfallvermeidung und Umweltvorsorge

Inhaltsübersicht HEFT 2_2006: 

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EDITORIAL
Rauchzeichen aus der Zwischenwelt
(Autor: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c Karl J. Thomé-Kozmiensky)

 

FORUM (ENERGIE AUS ABFALL)

Integrierte Abgasreinigung
Die Quecksilber- und Feinstaubproblematik der Abfallverbrennungsanlagen wird durch neue Entwicklungen in der Verfahrenstechnik weiter reduziert

 

Autoren: Dr. rer. nat. Hanns-Rudolf Paur (Leiter Abteilung 3 „Aerosol- und Partikeltechnologie“), Dipl.-Ing. Jens Korell (Quecksilbertechnik) und Dr. habil André Bologa sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Technische Chemie/Bereich Thermische Abfallbehandlung (ITC-TAB) am Forschungszentrum Karlsruhe GmbH. Prof. Dr.-Ing. Helmut Seifert, Leiter des ITC-TAB am Forschungszentrum Karlsruhe GmbH

Unter den toxischen Schwermetallen stellt Quecksilber (Hg), das ernste Gesundheitsprobleme hervorrufen kann, eines der gefährlichsten Umweltgifte dar. Quecksilber wird bei den thermischen Prozessen in der Energiegewinnung und der Industrie gasförmig emittiert und wird durch den Ferntransport global verteilt. Die weltweiten Quecksilberströme sind im Global Mercury Assessment der UNEP (2003)1 sowie im Position Paper on Mercury der EG-Kommission (2002)2 dokumentiert. Rund 50 Prozent der Quecksilber-Emissionen sind hiernach auf Kohlekraftwerke zurückzuführen. Dagegen ist der Beitrag der Abfallverbrennungsanlagen zu den Quecksilber-Emissionen in Europa mit 8 Prozent relativ gering. Durch das Verbot quecksilberhaltiger Produkte wird der Quecksilbergehalt im Hausmüll gesenkt. In Hinblick auf die 300 Tonnen Quecksilber, die im Jahr 2003 in der Europäischen Union verbraucht wurden, besteht jedoch weiterhin die Notwendigkeit, die Emission dieses toxischen Metalls zu messen und zu mindern.

Verbrennung von Ersatzbrennstoffen
Beim Aufbau eines modernen Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerks sind in der Planungsphase mehrere Prämissen zu beachten

Autor: Dipl.-Ing. Udo Seiler, Projektleiter fürthermische Anlagen bei der Firma Fichtner GmbH & Co. KG

Aus der Sicht des Planers werden die maßgeblichen Einflüsse auf die Planung und den Aufbau eines Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes dargestellt. Hierbei werden neben den technischen Vorgaben für die Planung auch die Anforderungen an die Struktur des Planungsteams und die Entscheidungswege des Auftraggebers beleuchtet. Technisch werden die Einflußfaktoren auf die Anlage, beginnend mit der Logistik, Abfallanlieferung, den Anforderungen an die Verbrennung bis hin zur Abgasreinigung aufgelistet. Zum Abschluß werden Faktoren beschrieben, die die Betriebswirtschaft beeinflussen.

Optimierte Ausbeute
Am Beispiel einer Technikumsanlage entwickeln Wissenschaftler innovative Regelungssysteme für Rostfeuerungen
Autoren: Dr.-Ing. Stefan Vodegel, Dr. Matthias Reuter, Dipl.-Ing. Milan Davidovic, Dipl.-Ing. Jens Harpeng, Dipl.-Ing. Torsten Reindorf und Dr. Hamma Tadjine, CUTEC Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH; Dipl.-Ing. Robert Tölle, Mitarbeiter derGMVA Niederrhein GmbH; Dipl.-Ing. Peter Knapp, MVV O & M GmbH & Co. KG Mannheim; Dipl.-Ing. Reinhard Schreiner, Martin GmbH für Umwelt- und Energietechnik

Die Verbrennung von Siedlungsabfall, die in Deutschland vor etwa 110 Jahren begann, hat mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen. Konstant blieb die Anforderung an eine robuste Feuerungstechnik, bei der meist das Prinzip der Rostfeuerung eingesetzt wird. Gestiegen sind die Anforderungen an emissionsarme Anlagen mit hohem energetischem Nutzungspotential zur Strom- und optional auch Wärmeerzeugung. Bei den Abfallverbrennungen in Deutschland handelt es sich heute um High-Tech-Anlagen auf hohem bis höchstem technischem Stand. Kritikpunkte aus der Vergangenheit wie Belastung für Mensch und Umwelt oder mangelnde Auslastung können im Jahr 2006 als weitgehend gelöst betrachtet werden. Die Automatisierung in den Abfallverbrennungsanlagen ist weit fortgeschritten. Dampfmengenschwankungen resultieren vor allem aus Unwägbarkeiten des Brennstoffs. Abhängig von individuellen Gegebenheiten ist der Sicherheitsabstand des Dampf-Sollwerts von der maximal möglichen thermischen Leistung in den jeweiligen Regelungen unterschiedlich eingestellt. Mit einer Erhöhung der Dampfleistung wäre es möglich, den Durchsatz an Abfall zu steigern. Das Potential beträgt zwar nur wenige Prozent; da Abfallverbrennungsanlagen in der Wirtschaftlichkeitsrechnung aber in der Regel einen hohen Festkostenanteil besitzen, wäre eine Gewinnsteigerung spürbar. In einem Vorhaben, das die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke (AiF) über den VGB PowerTech fördert, entwickelt das CUTEC-Institut neue Regelungsstrategien für Rostfeuerungen am Beispiel der Abfallverbrennung. Innovative Idee des Projektes ist es, durch Implementierung traditioneller und neuartiger Regelungssysteme an einer Technikumsanlage die Stärken und Schwächen der einzelnen Methoden experimentell zu ermitteln, die Synergien zu heben, mit einem mathematischen Modell zu überlagern und am Ende Regelungsstrategien zu entwickeln, die schnell in der Praxis anwendbar sind.

 

RECHT

 

Die Rechnung geht nicht auf

Die Gesetzgebung zur Förderung dezentraler Energieversorgung nach dem alten und neuen KWK-Gesetz weist Schwachstellen auf
Autor: RA Dr. Lutz Birnbaum, Kanzlei Prof. Versteyl Rechtsanwälte, Hannover
Abfall gehört mit Ausnahme der Abfallsorten, die dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zugeordnet sind, zu den Einsatzstoffen, die für die Förderung nach den Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzen zugelassen sind. Unklarheiten in der Anwendung des KWK-Gesetzes vom 12. Mai 20001 haben zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten geführt, die insbesondere Fragen der Anspruchsberechtigung der KWK-Stromerzeuger für die gesetzliche Mindestvergütung und des hiermit korrespondierenden Anspruchs auf Belastungsausgleich der zur Abnahme und Vergütung von KWK-Strom verpflichteten Netzbetreiber betreffen. Das neue KWK-Gesetz vom 19. März 20022 hat durch eine veränderte Förderkonzeption und die Einführung gesetzlicher Begriffsbestimmungen Verbesserungen gebracht, wird jedoch aufgrund bürokratischer Hemmnisse und unzureichender Anreize die Ziele des Gesetzes, die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen um mindestens 20 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2010 zu mindern, bei weitem nicht erreichen. Im folgenden Beitrag wird ein Überblick über die wesentlichen Anspruchsvoraussetzungen der beiden KWK-Gesetze gegeben. Auf ausgewählte Streitpunkte, die wegen ihrer skurrilen Auswüchse auch für juristisch nicht vorgebildete Abfallwirtschaftler interessant sind, wird näher eingegangen.
 

 

RECYCLING
Mehrfacher Nutzen
Die Richtlinie VDI 2343 mit dem Schwerpunktthema ReUse gibt Handlungsempfehlungen für die betroffenen Kreise

Autoren: Dr.-Ing. Ralf Brüning, Obmann des Ausschusses zur Erstellung der Richtlinie 2343, Lehrbeauftragter für Produktgestaltung und Inhaber der Beratungsfirma Dr. Brüning Engineering, Brake; Dr.-Ing. Bernd Rosemann, Akademischer Rat am Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth

Am 24. März 2006 traten die entscheidenden Regelungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) nach Ablauf derÜbergangsfrist in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt kommen viele neue Aufgabenstellungen auf die betroffenen Kreise zu. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, die Organisation und die Durchführung der Entsorgung von elektr(on)ischen Altgeräten den veränderten Randbedingungen anzupassen. Mit der Konzeption neuer, sowohl ökologisch als auch ökonomisch effizienter abfallwirtschaftlicher Strategien, müssen alle Beteiligten den neuen Anforderungen Rechnung tragen.

 

BUND & LÄNDER
Ergebnisse und Erfahrungen
Die abfallwirtschaftliche Branchenarbeit in Sachsen blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück
Autoren: Dr.-Ing. Gert Wille, Vorstandsvorsitzender des Innovation & Kreislaufwirtschaft Sachsen e.V., Dresden; Dr. rer. nat. habil. Eberhard Kietz, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

In einem Förderprojekt des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMLU) erarbeitete die „Industrieabfall-Koordinierungsstelle Sachsen“ (IKS) von 1995 bis 2005 gemeinsam mit Branchenpartnern innovative Lösungen zur Kreislaufwirtschaft. Die IKS unterstützte diese Arbeit im Freistaat Sachsen zusätzlich durch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, durch Weiterbildungsangebote insbesondere für Betriebsbeauftragte für Abfall sowie durch den Aufbau von Netzwerken. In einer Bilanz über diese zehn Jahre abfallwirtschaftlicher Branchenarbeit in Sachsen beschreiben die Autoren die Anfänge und die Entwicklung der IKS und stellen anhand von Beispielen die erreichten Abfallvermeidungs- und Verwertungsergebnisse vor.

 

DOKUMENTATION

Abfallwirtschaft in Deutschland – Status Quo und Perspektiven
Autorin: Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium

Die Sicherstellung der Daseinsvorsorge sei eine klare, verantwortungsvolle Aufgabe für die kommunale Abfallwirtschaft, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Astrid Klug, in ihrer Rede auf dem parlamentarischen Abend des Verbandes kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung im Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKS im VKU) am 31. Mai 2006 in Berlin zum Thema „Daseinsvorsorge – noch aktuell“. Nachfolgend dokumentieren wir den Vortrag.

 

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