Fachsprachliche Wortbildung des Spanischen, dargestellt am Beispiel des ökologischen Fachwortschatzes

Reihe Forschung

Ulrike Scholz

Kurzübersicht

In der verglichen mit anderen Philologien ohnehin eher gering ausgeprägten romanistischen Fachsprachenforschung spielt das Spanische bislang eine periphere Rolle. Die spanische Wortbildungsforschung wiederum konzentriert sich vor allem auf die Standardsprache, so dass Daten über die fachsprachliche Wortbildung des Spanischen bislang weitgehend fehlen. Auf der Grundlage eines umfangreichen Korpus zur biologisch-deskriptiven Ökologie liefert die Arbeit einen Einblick in die fachsprachliche Wortbildung des Spanischen. Im Mittelpunkt steht dabei zwar die von der standardsprachlichen Wortbildungstheorie verschiedentlich als problematisch beschriebene terminologische Kombinatorik mit entlehnten Wortbildungseinheiten wie bio, die Arbeit gibt aber auch Aufschluss über die spezifisch fachsprachliche Nutzung der anderen Wortbildungsverfahren.
ISBN: 978-3-930894-60-4
Veröffentlicht: 2002, 1. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 402, Format DIN A5, Gewicht 0.53 kg
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Fachsprachliche Wortbildung des Spanischen, dargestellt am Beispiel des ökologischen Fachwortschatzes

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Ulrike Scholz

Fachsprachliche Wortbildung des Spanischen, dargestellt am Beispiel des ökologischen Fachwortschatzes

Erschienen in der Reihe Forschung. DIN A5, kartoniert, 402 Seiten, ISBN: 978-3-930894-60-4, Preis: 31,00 Euro
Rhombos-Verlag, Berlin 2002
Zugl. Bamberg, Univ., Diss., 2002

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In der verglichen mit anderen Philologien ohnehin eher gering ausgeprägten romanistischen Fachsprachenforschung spielt das Spanische bislang eine periphere Rolle. Die spanische Wortbildungsforschung wiederum konzentriert sich vor allem auf die Standardsprache, so dass Daten über die fachsprachliche Wortbildung des Spanischen bislang weitgehend fehlen. Auf der Grundlage eines umfangreichen Korpus zur biologisch-deskriptiven Ökologie liefert die Arbeit einen Einblick in die fachsprachliche Wortbildung des Spanischen. Im Mittelpunkt steht dabei zwar die von der standardsprachlichen Wortbildungstheorie verschiedentlich als problematisch beschriebene terminologische Kombinatorik mit entlehnten Wortbildungseinheiten wie bio, die Arbeit gibt aber auch Aufschluss über die spezifisch fachsprachliche Nutzung der anderen Wortbildungsverfahren.

Vorwort

Die vorliegende Arbeit behandelt mit der fachsprachlichen Wortbildung ein recht unspektakuläres Thema. Die Fachsprachenforschung hat ihren Arbeitsbereich längst von der reinen Terminologieforschung der Anfangszeit auf andere Aspekte fachsprachlichen Handelns ausgedehnt. Die Wortbildungsforschung ihrerseits konzentriert sich überwiegend auf die schon aus semantischen Gründen näherliegende Standardsprache, so dass die fachsprachliche Wortbildungsforschung geradezu ein Schattendasein führt. Diese Arbeit soll in bescheidenem Umfang ein Beitrag zur Grundlagenforschung in diesem Bereich sein, indem damit für ein Fach, die Ökologie, eine Bestandsaufnahme vorgelegt wird, die als Basis für weitergehende Untersuchungen, etwa zu Aspekten der Popularisierung oder des Sprachwandels, dienen mag.

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis    XIII
Kapitel 1: Einführung    1
1.1.    Vorbemerkung    1
1.2.    Erste Gegenstandsbestimmung: Zum Problem der Fachwortdefinition    4
1.2.1.    Lösungsansätze    6
1.2.2.    Fachausdruck: eine prototypisch strukturierte Kategorie    11
1.2.2.1.    Fachbezogenheit    13
1.2.2.2.    Begrifflichkeit, Systemhaftigkeit, Bildungsdurchsichtigkeit    20
1.2.2.3.    Definiertheit, Exaktheit, Ein(ein)deutigkeit, Kontextunabhängigkeit    25
1.2.2.4.    Normiertheit, Konventionalität    29
1.2.3.    Résumé: Der untersuchte Ausschnitt    30
1.3.    Zweite Gegenstandsbestimmung: Ökologie    33
1.3.1.    Ökologie als Teil der Biologie: moderne Ökologiedefinitionen ... 34
1.3.2.    Die Karriere der Ökologie außerhalb der Biologie    37
1.4.    Die ausgewerteten Quellen    41


Kapitel 2: Terminologische Kombinatorik: Fachwortbildung mit Konfixen    44
2.1.    Komposition oder Derivation?    45
2.2.    Der Stand der Diskussion    48
2.2.1.    Antwort: Komposition.    48
2.2.2.    Antwort: Derivation    53
2.2.3.    Antwort: Ein eigenständiges Wortbildungsverfahren    55
 
2.3.    Zwischenbilanz    59
2.4.    Konfixe: Einheiten fachsprachlicher Wortbildung    61
2.4.1.    Die Grundeinheit der terminologischen Kombinatorik    61
2.4.2.    Terminologiebildende Funktion: die Ökologie als Bezugsrahmen    64
2.4.3.    Der zugrundegelegte Konfixbegriff    67
2.5.    Die Verfahren der terminologischen Kombinatorik    69
2.6.    Konfixe im Fachwortschatz der Ökologie    70
2.7.    Der Beitrag der terminologischen Kombinatorik zur ökologischen Terminologie    195
2.7.1.    Vom Wort zum Konfix    196
2.7.1.1.    Formale Adaptationen    197
2.7.1.2.    Semantische Veränderungen    201
2.7.1.3.    Respekt vor der klassischen Wortbildung?    209
2.7.1.4.    Kleine Konfixtypologie    212
2.7.2.    Die Nutzung der terminologischen Kombinatorik    217
2.7.2.1.    Die Nutzung des Wortbildungspotentials der Konfixe 217
2.7.2.2.    Die Kombinationspartner der Konfixe    219
2.7.2.3.    Die Terminologiefunktion der Konfixe    220
2.7.2.4.    Die Grenzen der terminologischen Kombinatorik    221
2.7.3.    Zusammenfassung: die Leistung der terminologischen Kombinatorik im ökologischen Fachwortschatz    225

Kapitel 3: Derivation    226
3.1.    Suffigierung    227
3.1.1.    Substantivische Wortbildungskategorien    228
3.1.1.1.    Lebensgemeinschaften und andere      Organismengruppen    228
3.1.1.2.    Lebensformen    231
 
3.1.1.3.    Sukzessionen    233
3.1.1.4.    Bezeichnungen für ökologische Phänomene    234
3.1.1.5.    Nomina loci    236
3.1.1.6.    Nomina instrumenti    238
3.1.1.7.    Nomina agentis    239
3.1.1.8.    Nomina qualitatis    240
3.1.1.9.    Nomina actionis    245
3.1.2.    Adjektivische Wortbildungskategorien    253
3.1.2.1.    Relationsadjektive    253
3.1.2.2.    Aktivische Adjektive    259
3.1.2.3.    Ähnlichkeitsadjektive    262
3.1.2.4.    Possessive Adjektive    263
3.1.2.5.    Adjektive mit passivischer Möglichkeitsbedeutung    264
3.1.2.6.    Weitere qualitative Adjektive    265
3.1.3.    Adverbien auf –mente    266
3.1.4.    Die Bildung von Verben    267
3.2.    Präfigierung    270
3.2.1.    Lokativische Relationen    271
3.2.1.1.    ‚innen, innerhalb’    273
3.2.1.2.    ‚außen, außerhalb’    275
3.2.1.3.    ‚oben, oberhalb, auf’    276
3.2.1.4.    ‚unten, unterhalb’    277
3.2.1.5.    ‚zwischen    278
3.2.1.6.    Räumliche Umfassung: ‚um ... herum’    279
3.2.1.7.    Räumliche Ausdehnung    281
3.2.1.8.    ‚gegenüber’    282
3.2.1.9.    Richtungsangaben    282
3.2.2.    Temporale Relationen    284
 
3.2.2.1.    Vorzeitigkeit    284
3.2.2.2.    Nachzeitigkeit    286
3.2.3.    Hierarchische Relationen    287
3.2.3.1.    Unterordnung    287
3.2.3.2.    Überordnung    288
3.2.4.    Skalierende Präfixe    290
3.2.4.1.    Die „Nullstelle“    290
3.2.4.2.    Unterer Bereich    291
3.2.4.3.    Mittlerer Bereich    295
3.2.4.4.    Oberer Bereich    296
3.2.5.    Quantifizierende Präfixe    298
3.2.5.1.    Zahlenpräfixe    399
3.2.5.2.    Unterspezifizierte Mengenrelationen    300
3.2.6.    Negation    303
3.2.7.    Gleichheit und Verschiedenheit    305
3.2.8.    Restliche Präfixe    309
3.3.    Parasynthese    314
3.4.    Zusammenfassung    315

Kapitel 4: Komposition    318
4.1.    Eigentliche Komposita    319
4.1.1.    Substantivische Komposita    319
4.1.1.1.    Linksköpfige Komposita    322
4.1.1.2.    Rechtsköpfige Komposita    325
4.1.2.    Adjektivische Komposita    329
4.2.    Syntagmatische Komposita    332
4.2.1.    Substantiv+Präposition+Substantiv-Komposita    335
4.2.2.    Substantiv+Adjektiv-Komposita    341
 4.3.    Zusammenfassung    344

Kapitel 5: Konversion, Subtraktion, Siglenbildung    346

5.1.    Konversion    346
5.2.    Subtraktion    349
5.3.    Siglenbildung     350

Kapitel 6: Zusammenfassung    352

Literaturverzeichnis    354
1.    Quellen    354
2.    Nachschlagewerke    354
2.1.    Sprachwörterbücher    354
2.2.    Grammatiken    355
2.3.    Literatur zur Ökologie    355
3.    Linguistische Literatur    357
Anhang: Belege aus Marg-1    373



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