Ernährungsverhalten und Ernährungsberatung

Band 5

Merkle, Werner / Knopf, Hartmut

Kurzübersicht

Band 5
ISBN: 978-3-937231-96-9
Veröffentlicht: Mai 2005, 1.. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 162, Format DIN A5, Gewicht 0.23 kg
Lieferzeit: 2 - 6 Werktage
Verfügbarkeit: Auf Lager
21,90 €

Ernährungsverhalten und Ernährungsberatung

Mehr Ansichten

Details

Aus dem Inhalt:
Trotz umfangreicher Aufklärung und Schulung hat sich das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung in den vergangenen Jahren nicht grundlegend  gebessert. Gemessen an den Referenzwerten der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ ist die Nahrungsaufnahme im Durchschnitt immer noch zu viel, zu fett, zu eiweißreich und zu ballaststoffarm. Offensichtlich führte das verbreitete Wissen nicht auf breiter Basis zu der intendierten Verhaltensänderung. Dabei musste die erwünschte Wirkung angesichts der möglichen Inkonsistenzen zwischen Wissen, Einstellungen und Verhalten von vorneherein bezweifelt werden. So muss das Wissen bewertet werden, wobei diese Bewertung wiederum persönlichkeitsspezifischen und situationsbedingten Einflüssen unterliegt. Hier zeigt sich in besonders prägnanter Weise die begrenzte Wirkungsmöglichkeit von Information und Aufklärung.
Wesentlich effektiver ist sicherlich die Ernährungsberatung, die den individuellen Besonderheiten des Einzelnen wesentlich eher gerecht werden kann. Der gewünschte Effekt einer Verhaltensänderung wird aber nur dann eintreten, wenn in einer Ernährungsberatung mehr geschieht, als nur die reine Wiedergabe von Faktenwissen. Vielmehr muss der Ernährungsberater neben der Fachkompetenz und der Methodenkompetenz auch über eine hohe Sozial- und Selbstkompetenz verfügen.
In diesem Buch werden die erforderlichen Kompetenzmerkmale eines Ernährungsberaters auf der Grundlage der Besonderheiten des Ernährungsverhaltens ausführlich begründet. In einer empirischen Studie wird die mögliche Aneignung dieser Kompetenzen untersucht. 

 

 

nhaltsverzeichnis 

1. Einleitung 7

2. Ernährungsverhalten im psychologischen Feld 11

 2.1. Appetit und Sättigung 11
 2.2. Symbol- und Genusswert der Nahrung 13
2.3. Gewohnheit und Geschmack 14
2.4. Nahrungsaversionen 15
2.5. Einstellungen 15
2.6. Wahrnehmung und Bewertung 16
2.7. Emotionale Einflussfaktoren 17
2.8. Auswirkungen des Essverhaltens auf das Befinden 20

 3. Ernährungsberatung 23

3.1. Begriffsklärungen 24
3.1.1. Beratung zwischen Prävention und Intervention 24
3.1.2. Kompetenz und Performanz 28 
3.2. Theorieanalyse 31
3.2.1. Bedingungen eines effektiven Beratungsprozesses 31

3.2.2. Spezifische ernährungswissenschaftliche Fachkompetenz 35
3.2.2.1. Ernährungswissenschaftliches Fachwissen 35
3.2.2.2. Grundsätzliche Aspekte der Einstellungs- und Verhaltensänderung 41
3.2.3. Methodenkompetenz eines Ernährungsberaters 46
3.2.3.1. Spezifische Grundlagen der Methodenkompetenz 47
3.2.3.2. Beratungsmethoden 54
3.2.4. Sozialkompetenz eines Ernährungsberaters 61
 3.2.4.1. Fachinhaltliche Besonderheiten und Sozialkompetenz 62
3.2.4.2. Beratungsmethoden und Sozialkompetenz 63
3.2.4.3. Besondere Aspekte der Sozialkompetenz 68
3.2.5. Selbstkompetenz eines Ernährungsberaters 71
3.2.5.1. Selbstsicherheit und emotionale Stabilität 72
3.2.5.2. Engagement und Frustrationstoleranz 73
3.3. Zusammenfassung 77

4. Vorstudie zur praktischen Relevanz der beruflichen Kompetenz eines Ernährungsberaters 80

4.1. Methodologische Vorbemerkungen 80 
4.2. Strukturierte Wiedergabe der Interviews 83 
4.3. Auswertung der Interviews 94

 

 5. Empirische Untersuchung spezifischer Beraterkompetenzen 97

5.1. Methodologische Überlegungen 98
5.2. Untersuchungsergebnisse 104
5.2.1. Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale im Überblick 104
5.2.2. Praktikumserfahrungen 108
5.3. Einzelfallbeschreibungen 111
5.3.1. Ausgewählte Interviews 112
5.3.1.1. Strukturierte Wiedergabe der Interviews 113
5.3.1.2. Vorläufige Zusammenfassung der Interviews 126
5.3.2. Weitere ausgewählte Interviews 128
5.3.3. Zusammenfassung der Interviews 139
5.4. Fazit der empirischen Untersuchung 140

 6. Schlussfolgerungen 143

7. Zusammenfassung147  

Literaturverzeichnis 151

 

 

Erschienene Rezensionen

Hauswirtschaft und Wissenschaft, 29.06.2005
Trotz umfangreicher Aufklärung und Schulung hat sich das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung in den vergangenen Jahren nicht grundlegend gebessert. Gemessen an den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist die Nahrungsaufnahme im Durchschnitt zu energiereich, zu fett, zu eiweißhaltig und zu ballaststoffarm. Offensichtlich führte das verbreitete Wissen nicht auf breiter Basis zu der intendierten Verhaltensänderung. Dabei müsste die erwünschte Wirkung angesichts der möglichen Inkonsistenzen zwischen Wissen, Einstellungen und Verhalten von vornherein bezweifelt werden. Wissen muss nämlich bewertet werden, wobei diese Bewertung wiederum persönlichkeitsspezifischen und situationsbedingten Einflüssen unterliegt. Hier zeigt sich die begrenzte Wirkungsmöglichkeit von Information und Aufklärung.
Wesentlich effektiver ist die Ernährungsberatung, die den individuellen Besonderheiten des Einzelnen eher gerecht werden kann. Der gewünschte Effekt einer Verhaltensänderung wird aber nur eintreten, wenn in einer Ernährungsberatung mehr geschieht als nur die reine Wiedergabe von Faktenwissen. Vielmehr muss der Ernährungsberater neben der Fachkompetenz und der Methodenkompetenz über eine hohe Sozial- und Selbstkompetenz verfügen. In dem Buch "Ernährungsverhalten und Ernährungsberatung" von Werner Merkle und Hartmut Knopf werden die erforderlichen Kompetenzmerkmale einer Ernährungsberaters auf der Grundlage der Besonderheiten des Ernährungsverhaltens ausführlich begründet. In einer empirischen Studie wird die mögliche Abneigung dieser Kompetenzen untersucht.

 

KnackPunkt, Verbraucherzentrale NRW, Februar 2006, Mechthild Freier
Ausgangssituation für dieses Werk ist die Tatsache, dass sich trotz umfangreicher Aufklärung und Schulung das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung in den vergangenen Jahren nicht grundlegend gebessert hat.

Die Herausgeber gehen davon aus, dass eine Ernährungsberatung, die den individuellen Besonderheiten des Einzelnen wesentlich besser gerecht werden kann, auch eher zu einer Verhaltensänderung führen wird. Voraussetzung ist jedoch, dass in der Ernährungsberatung nicht nur Faktenwissen weitergegeben wird. Vielmehr muss der Ernährungsberater neben der Fach- und Methodenkompetenz auch über eine hohe Sozial- und Selbstkompetenz verfügen.

Letzteres ist Thema des Buches. Es werden Kompetenzmerkmale des Ernährungsberaters herausgearbeitet und deren mögliche Aneignung im Rahmen der Ausbildung diskutiert. Zunächst gehen die Herausgeber auf Einflussfaktoren des Ernährungsverhaltens ein, wie Appetit und Sättigung oder Gewohnheit und Geschmack. Einen ersten Schwerpunkt des Buches bilden die Anforderungen an die Kompetenzen eines Ernährungsberaters. Dabei unterscheiden die Herausgeber zwischen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Sie erläutern ausführlich, was jeweils darunter zu verstehen ist und zeigen, wie vielfältig die einzelnen Kompetenzbereiche sich überschneiden bzw. miteinander verbunden sind. Den zweiten Schwerpunkt des Buches bildet die empirische Untersuchung. Ihr Ziel ist es herauszufinden, inwieweit ein Studium dazu beitragen kann, die genannten Kompetenzen zu fördern. Um dieses zu ermitteln, wurden zunächst drei teilstandardisierte Interviews mit Ernährungsberatern durchgeführt und diese in strukturierter Form in dem Buch wiedergegeben. Werden die Ergebnisse aller drei Interviews zusammengefasst, so stellt sich eine Übereinstimmung der theoretischen Anforderungen mit den von den Beratern genannten Anforderungen an die Kompetenzen heraus. In den empirischen Untersuchungen wurden dann Studierende vor und nach einem studienbegleitenden Betriebspraktikum befragt und ermittelt, ob dieses - wie angenommen - einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeitsmerkmale nimmt. Mittelpunkt der Untersuchung war es herauszufinden, welche konkreten Praxiserfahrungen die Persönlichkeitsmerkmale hinsichtlich der beruflichen Kompetenz eines Ernährungsberaters beeinflussen. Auch die Interviews mit den Studierenden werden im Buch wiedergegeben. Die Auswertung der Interviews ergab, dass die zugrunde liegenden Hypothesen sich bestätigten.

In ihren Schlussfolgerungen schlagen die Herausgeber u. a. vor, die Praktikumsausrichtung vermehrt an den Erfordernissen eines Ernährungsberaters auszurichten und/oder diese Kompetenzentwicklung verstärkt in der studentischen Lehre zu realisieren.

 

VDOE POSITION, 3/06, Stefanie Braun
Was zeichnet einen erfolgreichen Ernährungsberater aus? Keine Frage, hohe Fach- und Methodenkompetenz sind wichtige Voraussetzungen. Das Tüpfelchen auf dem "i" aber ist eine ausgeprägte Selbst- und Sozialkompetenz. Und genau darum geht es in diesem Buch: Die beiden Autoren betonen den Stellenwert von Persönlichkeitsmerkmalen wie Sensivität, Privatheit, Offenheit für Veränderung, Besorgtheit oder auch emotionaler Stabilität für den Beratungsprozess. Anschließend zeigen sie Wege auf, wie diese Schlüsselkompetenzen erworben werden können.

Im Rahmen einer kleinen empirischen Studie, basierend auf Interviews mit Studenten, wird die Auswirkung von Studienpraktika auf diese und andere Merkmale der Selbst- und Sozialkompetenz genauer untersucht. Ein sehr lesenswertes Fachbuch für alle, denen der Erfolg der Klienten in der Ernährungsberatung am Herzen liegt; sei es als Berater in der Praxis, als Lehrender oder Lernender!

 

Schriftenreihe zur Entwicklung sozialer Kompetenz
Herausgegeben von
Gerhard Igl / Hartmut Knopf / Werner Merkle

Der rasche Wandel in unserer Zeit bedingt fortlaufend Veränderungen in sämtlichen Lebensbereichen. So stellt die Zukunft Unternehmen und deren Mitarbeiter vor zahlreiche neue Aufgaben. Moderne Technologien, steigende Anforderungen an die Qualität, veränderte mikro- und makroökonomische Organisationsformen erfordern eine hohe Flexibilität des Einzelnen, die auch die Beziehungen im Arbeitsprozess umfasst. Die Zusammensetzung der jeweiligen Struktureinheiten richtet sich nach den Anforderungen des Betriebsprozesses und verändert sich zuweilen innerhalb kürzester Zeit. Die gleichzeitige Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen setzt eine schnelle Umstellung auf das jeweilige Subsystem voraus, in dem spezifische soziale Strukturen mit jeweils abweichenden Kooperations- und Kommunikationsformen herrschen.
Oft fehlt die Zeit für ein langsames, sich gegenseitiges Annähern, da die betriebliche Funktionalität eine rasche zielorientierte Zusammenarbeit voraussetzt. Dies verlangt, dass der Einzelne über eine hohe Flexibilität in seinem Verhalten und über hohe soziale Kompetenz verfügt. Zunehmende Anforderungen an die Mobilität führen zugleich zu Veränderungen in den sozialen Kontakten, deren Stetigkeit und Dauerhaftigkeit abnimmt. Hinzu kommen vermehrt Vereinzelungstendenzen, die wiederum auch durch neue Technologien und Arbeitsformen bedingt sind.
So bleibt die Entwicklung sozialer Kompetenz, wie sie in Alltagssituationen erworben werden kann, oft hinter den Anforderungen in den verschiedenen Lebensbereichen zurück. Zudem werden diese Kompetenzen in der schulischen, beruflichen und universitären Ausbildung nicht ausreichend gefördert.
Mit dieser Schriftenreihe soll daher ein Beitrag geleistet werden, diesbezügliche Defizite zu beheben. Die Schriften wenden sich gleichermaßen an Vertreter der Theorie und Praxis, an Ausbilder und Lehrende, wie auch an Personen, die unternehmerische Verantwortung tragen. Den Ausbildern zeigen sie Möglichkeiten auf, wie solche Kompetenzen vermittelt werden können, den Vertretern der beruflichen Praxis geben sie Hilfestellung bei der betrieblichen Bewältigung sozialer Anforderungen.

Die Herausgeber:

Prof. Dr. Gerhard Igl studierte Ökonomie in Berlin, später Pädagogik in Leipzig und promovierte zum Dr. rer. oec. an der Humboldt-Universität Berlin. Er arbeitete in mehreren verantwortlichen Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung und in der Wirtschaft, u.a. als Lehrer und als Betriebsberater. Seit dem Jahr 2000 lehrt er an der Hochschule Anhalt (FH) in Bernburg Dienstleistungsmanagement.
Kontakt: http://www.loel.hs-anhalt.de/fachbereich/dekanat/index.html

 

Prof. Dr. habil. Hartmut Knopf studierte Psychologie und Pädagogik, promovierte und habilitierte über Lern- und Bildungsprozesse und ist seit 1987 Professor für Pädagogische Psychologie am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Diagnostik und Förderung von Begabungen, Prävention und Intervention bei Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen, Lebensqualität von Jugendlichen im interkulturellen Vergleich sowie Psychologische Aspekte des Familienrechts.
Kontakt: http://www.erzwiss.uni-halle.de/gliederung/paed/psycho/index.htm, http://www.philfak3.uni-halle.de/

 

 

Prof. Dr. Dr. Werner Merkle studierte Makroökonomie sowie Psychologie und promovierte zum Dr. rer. pol. und Dr. phil. Seit fast zwei Jahrzehnten ist er als Hochschullehrer tätig, zunächst an der Fachhochschule Fulda, danach als Professor für Beratungslehre an der Hochschule Anhalt (FH) in Bernburg. Er nahm darüber hinaus zahlreiche Lehraufträge an mehreren Universitäten und Fachhochschulen wahr und arbeitete nebenberuflich als Konfliktberater. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der beruflichen Kompetenzen.

Kontakt: http://www.loel.hs-anhalt.de/fachbereich/personal/professoren/index.html

Zusatzinformation

Gewicht 0.2300
Lieferzeit 2 - 6 Werktage