Ein Russe entdeckt Germanistan

Lyrisch-satirische Lebensbetrachtungen

Wladimir Olgin

Kurzübersicht

Lyrisch-satirische Lebensbetrachtungen
ISBN: 978-3-938807-84-2
Veröffentlicht: Juni 2009, 1. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 262, Format 140x200, Gewicht 0.46 kg
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Ein Russe entdeckt Germanistan

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Details

 

Kurzbeschreibung:

Augenzwinkernd und immer miteiner Prise Humor schildert der russische Autor Wladimir Olgin seineschicksalhafte Wahlverwandtschaft mit Deutschland. Auf seiner Reise, die ihnüber die Stationen Ufa (Baschkirien), Sachalin und Moskau letztlich nach Berlinführt, läßt er den Leser teilhaben an den kleinen und großen Erlebnissen sowiean seinen Gefühlen und Gedanken.

Der Bildungsbürger Olgin machtaus seiner Begeisterung für die Deutsche Kultur und Lebensart keinen Hehl. Dochangekommen im deutschen Alltag, wird er oftmals auf eine harte Probe gestellt,weil manche seiner Erwartungen und Vorstellungen mit der Realität nichtübereinstimmen.

Mit kühlem Verstand und heißemHerzen nähert sich Olgin beharrlich seinem Deutschland, das ihn zwar aufnimmt,als Übersiedler aber nicht vorbehaltlos annimmt. Amüsant und ironisch plaudertOlgin über „merkwürdige Erlebnisse“ und seine „herrlichen und schockierenden“Erfahrungen, die er mit Behörden, Unternehmen, Gesundheitssystem und Menschenin Deutschland machte.

Witz und Ironie helfen ihm – undauch dem Leser, daß in verzweifelten Momenten sein Deutschlandbild nicht insWanken gerät; aber es verändert sich, wird für den Wanderer zwischenunterschiedlichen Kulturen an Nuancen reicher.

Konfrontiert mit der für ihnbislang wenig bekannten Staatsordnung und Lebensweise, gibt Olgin offenherzigseine Meinung nicht nur zu bürokratischen Fehlentwicklungen und Übertreibungen,sondern auch zu Werten und Werteverfall kund. Und so kommt es nicht vonungefähr, daß der Russe Olgin seine deutschen Mitbürger unter anderem dazuauffordert, etwas gegen die Verhunzung der deutschen Sprache durch überflüssigeFremdwörter zu unternehmen. Damit dieser Ruf nicht wirkungslos verhallt, nimmter in seinem Werk großzügig Anleihen aus anderen Sprachen und hebt diese „störendenFremdkörper“ als mahnendes Beispiel durch Kursivschrift hervor. „Soviel Spaßmuß sein!“

Olgins humorvoll beschriebene Entdeckungsreise zum„Deutschen Wesen“ bietet eine Fülle von Gelegenheiten zur Selbsterkenntnis, fürDeutsche und Russen gleichermaßen.

 

Der Autor

Der in Berlin lebende Autor Wladimir Olgin (Pseudonym von Wladimir Oschis) wurde in Gagra (Abchasien) geboren und wuchs in Ufa (Baschkirien) auf. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und drei Enkelkinder. Er studierte an der Moskauer Universität Germanisitik und Neerlandistik und promovierte zum Doktor der Philosophie. Danach wirkte er unter anderem als Lektor und Redaktionschef im zentralen Verlagswesen, Leiter des Lehrstuhls für Fremdsprachen auf Sachalin im Fernost, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte sowie als Professor am Puschkin-Institut für Russische Sprache in Moskau.

Wladimir Olgin arbeitete an der ersten neunbändigen „Geschichte der Weltliteratur“ mit, verfaßte ein Handbuch, eine Vielzahl von Artikeln, Abhandlungen und Rezensionen und war auch als Übersetzer tätig.

 

Inhalt

             Introduction & rondo capriccioso                                 9

I.           Klein, aber oho...                                                      11

II.          First German Connections                                         21

III.        Land in Sicht ? Deutschland!                                   30

IV.        Fata Morgana nimmt deut(sch)lichere Züge an           38

V.         Meine Beziehung zu Deutschland wird ganz familiär   46

VI.        Wir erobern einen Brückenkopf                                 54

VII.       Mit einem Fuß auf deutschem Boden                         62

VIII.      Zappeln im Stachelnetz,
             oder: Kannegießerei in der Kanzel                             68

IX.        Meeresstille und glückliche Fahrt                               76

X.          Willkommen,                                                              
             oder: Kein Zutritt für Außerirdische                         84

XI.        Ein Linkshänder im Rechtsstaat                                 91

XII.       Das Gesetz des freien Falls,                                       99
             oder: Dura lex, sed lex                                            99

XIII.      Du hast dein Recht – ich habe meine Unruhe            113

XIV.      Alles Schnickschnack – ohne Geld,                              
             oder: Familie Trapp auf Krummtouren                    123

XV.       Dies und Das über Familien- und Gemeinschaftsleben 133

XVI.      Als Pfadfinder in Deutschlandschaften                     143

XVII.    Rechte fahren. Linke überholen                               152

XVIII.   Deutschlands Veduten nach Fußgängers Routen       161

XIX.      Werbung – Bewerbung – Erwerbung,                          
             oder: Der Kunde ist König im Exil                           171

XX.       Werbung – Bewerbung – Erwerbung,                      181
             oder: Hostis habet muros                                         181

XXI.      Fern-Sehen aus Kurz-Sicht,                                     192
             oder: Sittenzucht- und Treibhaus der Schaulustigen   192
XXII.     Mass-medio(critas) und-veranstaltungen,                     
             oder: Mensch, lebe nicht vom Brot allein                  205

XXIII.   Öffentliche Freizeitvertreibung,                                    
             oder: Nichts geht über die Geselligkeit                      214

XXIV.   Ménage à trois: Asklepios, Themis, Mammon            224

XXV.    Ars longa, vita brevis                                               239

             Finale pensieroso & malinconico                              249

             Coda quasi una fantasia                                           260

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