Der Traum vom Bauen

Hugo Junkers und die Architektur

Sebastian Lauff

Kurzübersicht

Hugo Junkers und die Architektur
ISBN: 978-3-930894-53-6
Veröffentlicht: 2001, -. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 244, Format DIN A5, Gewicht 0.33 kg
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Der Traum vom Bauen

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Details

Ziel dieses Buches ist es, die heute noch weitgehend unbeachteten Leistungen Hugo Junkers auf dem Gebiet der Architektur vorzustellen. Neben der technischen Betrachtung seiner Bauwerke soll insbesondere auch geklärt werden, woher die Motivation Junkers in diesem Bereich kam und inwieweit er in der Motoren-, Gaserhitzer- und Flugzeugforschung Anleihen bei der Architektur nahm beziehungsweise wie diese sich gegenseitig inspirierten.

  • 7 Patente im Original
  • Viele Junkers-Flugzeuge mit Datenblatt
  • Über 100 Abbildungen

Zum Autor:

Der Autor Sebastian Lauff wurde am 1. August 1974 in Berlin geboren. Seit Oktober 1996 studiert er an der RWTH Aachen Architektur. Mit Hugo Junkers und dessen Errungenschaften innerhalb der Architektur beschäftigte er sich zunächst in einer Studienarbeit innerhalb seines Hauptstudiums. Da sich diese Arbeit im Umfang über das geplant Maß entwickelte, entstand die Idee, ein Buch über dieses Thema zu veröffentlichen.

Mehr zum Autor und zum Thema finden Sie unter:
http://www.junkers.sebastian-lauff.de
Kontakt zum Autor:
post@sebastian-lauff.de
Webseite des Technikmueseums Dessau http://www.technikmuseum-dessau.de/

Homepage von Bernd Junkers (Enkel Hugo Junkers) http://www.junkers.de/

Weitere, vom Autor kommentierte Internetquellen zu Hugo Junkers:

http://www.junkers.de
Elegante Homepage mit wenigen, aber guten Informationen zu Hugo Junkers. Schwerpunkt ist die Luftfahrt. Betreiber ist Bernd Junkers.

http://www.geocities.com/hjunkers/juf_home.htm
Unter dieser URL findet man eine sehr ausführliche Homepage zu Hugo Junkers. Der Schwerpunkt liegt zwar auf den Flugzeugentwicklungen, aber auch viele andere interessante Bereiche werden angeschnitten. Die Homepage ist in Englisch verfasst.

http://www.ist.rwth-aachen.de/
Homepage des Institutes für “Strahlenantriebe und Turbomaschinen” an der RWTH Aachen, dessen Gründung auf das Maschinenlaboratorium Professor Junkers an der RWTH Aachen zurückgeht.

http://www.junkers.at
Firmen-Homepage der “Junkers / Bosch AG Österreich” mit Produktinformationen und ein wenig Firmengeschichte.

http://www.nrw2000.de/ausstellung/koepfe/junkers.htm
Das Land Nordrhein-Westfalen veröffentlicht unter dieser Adresse Biographien von “Landeskindern”, zu denen auch Hugo Junkers gehört.

http://www.bosch.de
Homepage der “Bosch AG Deutschland”. Robert Bosch übernahm die ICO, eine Junkers-Firma, nach der Weltwirtschaftskrise. Neben Produktinformationen findet man einige Informationen zur Firmengeschichte.

http://www.technikmuseum-dessau.de/
Homepage des Fördervereins Technikmuseum "Hugo Junkers" Dessau e.V., der sich den Errungenschaften Junkers gewidmet hat. Das Museum bietet vor Ort und im Internet vielfältige Informationen zu Junkers Werken. Ein zentrales Exponat der Ausstellung wird das Ganzmetallhaus Junkers sein, welches seit März 1999 Eigentum des Fördervereins ist.

http://blauermax.de/index2.htm
Fan-Homepage mit dem Schwerpunkt Luftfahrt, die einige Informationen zu Hugo Junkers enthält.

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/JunkersHugo/
Private Homepage mit Informationen zu Junkers, insbesondere enthält sie eine Kurzbiografie.

http://www.jadu.de/luftfahrt/junkers/index.html
Private Homepage mit umfangreichen Informationen zu Hugo Junkers. Diese Homepage bietet zahlreiche Bilder von Junkers-Flugzeugen.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9
Das Buch 9
Die Anhänge 10
Der Autor 10
Dank 10
Vita 13
Das Metall 23
Der rote Faden in Junkers Leben 23
Metallforschung 32
Die Lamellenhallen 39
Geschichte 39
Entwicklung 45
Konstruktion 57
Hallen in Oberschleißheim 65
Zeitgenössische Stimmen 70
Hallen in Kleinasien 74
Kontakte zum Bauhaus 81
Kurze Geschichte des Bauhauses 81
Gropius fragt an 84
Zusammenarbeit : Stühle 87
Zusammenarbeit : Bauwerke 89
Zusammenarbeit : Werbung 91
Ende der Zusammenarbeit 97
Eigene Metallbauten 99
Anfänge in Dessau 99
Forschungen in München 103
Konstruktion und Vergleich mit Flugzeugen 117
Das Haus der Nationen 125
Junkers Nachlass 131
Metallbauten 131
Flugzeuge, Motoren und Badeöfen 132
Regierungspräsidium Dessau 133
Schlussbetrachtungen 137
Anhang A 141
Patente 141
Patentübersicht 142
Patent Nr. 279599 - Der Kalorimeter 142
Patent Nr. 310040 - Abdeckung von Flugzeugtragflächen 146
Patent Nr. 329226 - Flugzeugfußboden 154
Patent Nr. 337522 - Hohler Tragflügel 158
Patent Nr. 343385 - Hohler Tragflügel (Zusatz) 164
Patent Nr. 643246 - Metallwände 167
Patent Nr. 702818 - Metallstützpfosten 174
Zusätze zur Vita 178
Kurzbiographie 178
Informationen zum Studium Hugo Junkers 181
Hugo Junkers Kinder 181
Ehrenberufungen Hugo Junkers 181
Die Firmen Hugo Junkers 183
Kurzbiographien zu den wichtigen Personen 189
Junkers Flugzeuge 196
Anhang B 229
Internetquellen 229
Literaturverzeichnis 231
Abbildungsindex 237
Quellenregister 237
Index 239

 

Erschienene Rezensionen

Mitteldeutsche Zeitung, Günter Krümmling, 17.01.2003

Metall als roter Faden durchs Leben

Da hatte sich vor über einem Jahr ein jetzt 28-jähriger Diplomingenieur noch während seines Architekturstudiums aufgemacht, eine umfangreiche Arbeit über hervorragenden Wissenschaftler und Techniker zu schreiben. Nicht etwa mit zaghaften Gehversuchen, sondern mit flottem Wanderschritt betrat er ein Feld, das bisher von einer Riege teils schon angegrauter Herren literarisch bearbeitet wurde: Hugo Junkers und sein Lebenswerk. Während die eben Genannten die Arbeit von Junkers im Flugzeugbau, verstärkt aber auf anderen Gebieten betrachteten, will nun der Neueinsteiger Sebastian Lauff mit diesem Buch weitgehend aus seiner Sicht noch unbekannte Leistungen von Hugo Junkers auf dem Gebiet der Architektur aufzeigen.

Vorangestellt das Ringelnatz-Gedicht "Gruß an Junkers", folgt ein lockerer Einstieg mit dem Hinweis auf den Filmklassiker "Casablanca", der von der Leinwand herunter auf der ganzen Welt die Flugzeuglegende "Tante Ju" bekannt gemacht hat. Lauff erwähnt im Vorwort auch, dass Junkers vor seiner Karriere als Flugzeugkonstrukteur große Leistungen in der Entwicklung der Gas- und Wärmetechnik und im Motorenbau erbracht hatte. Eine kurze Vita gibt zunächst einen Überblick über das Leben von Hugo Junkers, um gleich überzugehen in eine ausführliche Betrachtung des Metall- und Blechbaus. Lauff baut in diesem Kapitel eine Brücke zu nichtarchitektonischen Aktivitäten auf. So setzt er sich mit den anderen Betätigungsfeldern Junkers' auseinander, hebt dessen Vielfältigkeit mit einem Rückblick auf Universitäts-Zeiten, die Entwicklung von Badeöfen, Motoren und Flugzeugen hervor und knüpft einen roten Faden, der sich durch das ganze Lebenswerk zieht: das Metall. Ein guter und wichtiger Übergang zu den folgenden Seiten.

Die lassen dann auch den Architekten im Autor erkennen. Er widmet den Lamellenhallen viel, aber kurzweilige Zeit, begibt sich weit zurück in eine Epoche um 1550, als am Hofe der französischen Könige Henry II und Charles IX die ersten Lamellendachsysteme entwickelt wurden. In der zeitgerafften Reise durch vier Jahrhunderte führt Sebastian Lauff verschiedene ilustrierte Beispiele an, um dann wieder Station bei Junkers zu machen und viele seiner Hallen, deren System er in Metall umsetzte, vorzustellen. Dazu zählen Lamellenbauten, die von Dessau, über Oberschleißheim bis tief nach Kleinasien reichen. Im sechsten Kapitel widmet sich der Autor Junkers' Zusammenarbeit mit dem Bauhaus, auf dessen Geschichte er kurz eingeht. so erwähnt er die Kontakte von Junkers zu Direktor Walter Gropius und dem Künstler Marcel Breuer, der in Junkerschen Werkstätten Stahlrohrmöbel fertigen ließ. Außerdem würdigt er das jetzt noch zu besichtigende Weimarer "Haus am Horn" mit dem Hinweis auf die von Junkers installierte Warmwassertechnik. Lauff weist zudem auf ein Einfluss des Bauhauses auf die Werbung bei Junkers hin. Etwas ausführlicher hätten die Diskrepanzen zwischen Junkers und dem Bauhaus hinsichtlich des Baus von Häusern aus gewellten Blechelementen beschrieben sein können. Aber der Hinweis auf die Überlegenheit des Stahlbaus von Junkers gegenüber dem Bauhaus ist vorhanden. Recht umfangreich dann das siebte Kapitel, in dem Lauff die Metallbauten behandelt. Auch das mittlerweile restaurierte Stahlhaus von 1932, das vor wenigen Wochen in der ersten Bauphase im Technikmuseum in der Kühnauer Straße aufgestellt wurde, nennt er. Ebenso verschiedene Ideenskizzen, die Hugo Junkers in seinem Münchner Exil zu Papier brachte und die Sebastian Lauff hier teilweise als Illustration in den Text einbindet. Abschließend wird der Umgang mit den Hinterlassenschaften Junkers' untersucht. Junkers-Hochhaus, das heute Regierungspräsidium, gehört durch die von Junkers entwickelte Stahlkonstruktion zum Thema. Obwohl er 1934 beim Bau dieses Gebäudes bereits ein Jahr von den Nazis aus Dessau vertrieben war, flossen seine Überlegungen dort mit ein. Lauff geht dann weiter auf die geschichtlichen Zusammenhänge ein und hebt die Ende der 90er Jahre fertiggestellte Restaurierung des Gebäudes als bundesweit beispielgebend hervor.

Um den Lesefluss nicht einzuschränken, packt Lauff viele Zusatz-Informationen in den Anhang. Dieser nennt Junkers-Firmen und enthält den Abdruck der für das Buch relevanten Patente, Zusätze zu seiner Vita und Kurzbiographien bedeutender Persönlichkeiten sowie eine Liste der Junkers-Flugzeuge mit technischen Angaben. Trotz präziser Recherche und erkennbarer Akribie des Autors treten durch einige ärgerliche Druckfehler Irritationen auf, die in folgenden Auflagen ausgeräumt werden müssen.

 

Bauwelt, Christian Brensing, 25.02.2005

Auf Hugo Junkers, den berühmten deutschen Flugpionier, gehen eine Unmenge Erfindungen und Patenten vom Badeofen bis zum Bomber zurück, die er in einigen Filmen realisierte. Die Architektur spielt eine untergeordnete Rolle in seinem Schaffen. Erst kurz vor seinem Tod widmet er sich ihr mehr; erzwungenermaßen, da er durch die Nationalsozialisten entmachtet und somit von seinem Hauptwirkungsfeld in den Dessauer Junkers Flugzeugwerken getrennt war.

Dem Sachkundigen vermittelt die unscheinbare Publikation gut recherchierte und dokumentierte Informationen zu Junkers' vielseitigem Schaffen. Als Präambel ein knapper Lebenslauf, der zu den Themen der Kapitel führt: das Metall, die Lamellenhallen, Kontakte zum Bauhaus, eigene Metallbauten, Junkers Nachlass und Schlussbetrachtungen. Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Metall durch Junkers Erfindungen, Patente und Industrieprodukte. Er war es, der u. a. das erste Ganzmetallflugzeug baute. die Spannweiten der freitragenden, nicht verspannten Flügel seiner Flugzeuge wurden immer größer. Die geräumigen Hanars entwarf Junkers gleich mit. Die vollständig aus Metall gefertigten Junkers Lamellenhallen wurden in die ganze Welt verkauft. In 27 Ländern fanden sie als Flugzeughallen Verwendung aber z. B. auch als Bahnhofsvorhalle in Sâo Paulo, Hotelhalle in Dessau und Großgaragen in Belfast und New York. Konstruktiv basierten die Lamellenhallen auf einer Junker'schen Weiterentwicklung von Fritz Zollinger, der in der nach ihm benannten Bauweise weitspannende Dächer entwickelte. Anstatt aus Holz entwarf Junkers vorgefertigte Lamellen, Knotenbleche und Pfetten aus Metall mit extrem dünnen Blechstärken. Dabei wurde z. B. die Lamellenform fast identisch aus dem Flugzeugbau übernommen. Junkers' Beziehungen zum Dessauer Bauhaus waren hoch motiviert, aber von unterschiedlicher Qualität und Intensität. Während er mit Marcel Breuer wegen dessen Stahlrohrmöbeln regen Kontakt hatte, beurteilte Junkers, trotz Gropius' Wertschätzung der Lamellenhallen, das Interesse des Bauhausgründers eher abschlägig: "Gropius geht auf reinen Betonbau aus, der mit unseren Bestrebungen, Metallhäuser zu bauen nicht in Einklang zu bringen ist." Junkers selbst war vom Bauhaus-Gedanken fasziniert. Das grafische Erscheinungsbild seiner Firmen wurde auf "Bauhaus-Stil" ausgerichtet.

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