DAS CHRISTLICHE SKLAVENLAND

Menschenhandel im frühen Mittelalter bis zur Neuzeit

Jürgen Misch

Kurzübersicht

Über die Sklaverei im Altertum geben die Geschichtsbücher bereitwillig Auskunft. Dann aber, nach dem Untergang des Weströmischen Reiches, mit dem wachsenden Einfluss des Bischofs von Rom, am Ende der Antike also und dem Beginn des Mittelalters um 500, ist in den Geschichtsbüchern von Sklaverei kaum mehr die Rede. Das Thema wird erst wieder mit der Verschleppung von Afrikanern nach Amerika aktuell.
Dieses Buch geht der Frage nach, in welchem Ausmaß es die systematische Versklavung und Ausbeutung von Menschen auch im Machtbereich des christlichen Abendlandes gegeben hat.
Haben etwa die während der „Völkerwanderung“ nach Italien, Spanien und Gallien vordringenden Germanen in ihrem Edelmut den geknechteten Massen die Freiheit geschenkt? Oder hat der Sieg der sogenannten Lehre Christi in Westeuropa ein neues, glückliches Zeitalter eingeläutet?
Jürgen Misch zeigt auf, dass davon nicht die Rede sein kann.
ISBN: 978-3-944101-37-8
Veröffentlicht: 30.9.2015, 1.. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 82, Format 142x204 mm, Gewicht 0.2 kg
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12,80 €

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Jürgen Misch

DAS CHRISTLICHE SKLAVENLAND

Menschenhandel im frühen Mittelalter bis zur Neuzeit

2015. Format: DIN A5, kartoniert. 80 Seiten. ISBN: 978-3-944101-37-8
12,80 Euro. Rhombos-Verlag, Berlin


Zum Buch

In der Überlieferung erscheint die Geschichte gewöhnlich als eine lange Reihe strahlender Heldentaten und siegreicher Kriege zur Abwehr gefährlicher Feinde, als glänzende kulturelle Entwicklung, als ständige Vermehrung von Wissen, Wohlstand und Glück in Dörfern und Städten. Bei der Darstellung der abendländischen Geschichte werden die Gräuel und Verbrechen der Päpste und Kaiser, der Kardinäle, Erzbischöfe, Herzöge und Grafen meist verschwiegen, ihre wahren Motive werden nur selten genannt: Alle Taten und Untaten, Pläne, Intrigen und Kämpfe des Einzelnen, der verschiedensten Gruppen oder Völker zielen darauf ab, möglichst viel Macht über andere Menschen zu erlangen, um deren Arbeitskraft für sich zu nutzen.
Über die Sklaverei im Altertum geben die Geschichtsbücher bereitwillig Auskunft. Dann aber, nach dem Untergang des Weströmischen Reiches, mit dem wachsenden Einfluss des Bischofs von Rom, am Ende der Antike also und dem Beginn des Mittelalters um 500, ist in den Geschichtsbüchern von Sklaverei kaum mehr die Rede. Das Thema wird erst wieder mit der Verschleppung von Afrikanern nach Amerika aktuell.
Dieses Buch geht der Frage nach, in welchem Ausmaß es die systematische Versklavung und Ausbeutung von Menschen auch im Machtbereich des christlichen Abendlandes gegeben hat.
Haben etwa die während der „Völkerwanderung“ nach Italien, Spanien und Gallien vordringenden Germanen in ihrem Edelmut den geknechteten Massen die Freiheit geschenkt? Oder hat der Sieg der sogenannten Lehre Christi in Westeuropa ein neues, glückliches Zeitalter eingeläutet?
Jürgen Misch zeigt auf, dass davon nicht die Rede sein kann. Da die Versklavung und Ausbeutung von Menschen enorme materielle Gewinne versprach, wundert es nicht, dass während der Christianisierung der Handel mit europäischen Sklaven einen besonderen Aufschwung nahm. Mit dem Segen der Kirche durften die sogenannten Heiden bedenkenlos ausgebeutet werden. Seite für Seite blättert Misch dieses dunkle Kapitel auf und zeigt wie materielle und sexuelle Gier, Niedertracht und Machtstreben der Eliten eine gewissenlose Sklavenhaltergesellschaft schufen.

Der Autor

Jürgen Misch wurde 1937 in Stettin geboren. Die Familie wurde  1948 in den Westerwald verschlagen. Nach dem Besuch des Humanistischen  Gymnasiums studierte er Lateinische und Englische Philologie, Geschichte und Philosophische Anthropologie. Im Jahre 1967 legte er das Magister-Examen ab und war danach bis zu seinem Ruhestand Mitarbeiter mehrerer Schulbuchverlage. Misch ist Verfasser vor allem historischer Sachbücher. Darin spricht er Leser an, die sich einen unabhängigen und kritischen Verstand bewahrt haben und wichtigen Fragen gern auf den Grund gehen.

Inhalt

Einleitung    5

I    EROBERER AUS DEM NORDEN – DIE „VÖLKERWANDERUNG“    7
1    Klare Aussagen    8
Keine leeren Räume    8
Spuren an der Elbe    10
Das Klischee vom germanischen Bauern    13
2    Freiheit durch Abzug    15
Die Macht der Häuptlinge    15
Germanische Vielweiberei    16
Aufbruch der Söhne    17
Essen, Schlafen, Müßiggang    19
3    Die große Landnahme    20
Eine dünne Herrenschicht    20
Mordbrenner und Plünderer    20
Marschrichtung Südost    23
Menschenjagd jenseits der Weichsel    25

II    PRIESTER AUS DEM SÜDEN – DAS MITTELALTER    27
1    Die Schande Europas    28
Sklaverei als göttliches Geschenk    28
Eine Lieferung britannischer Knaben    29
Niemals genug des Dankes    32
Schlagt sie alle tot!    33
2    Die christliche Osterweiterung    35
Kröten und Wurmzeug    35
Eine „offensive Missionspolitik“    36
Vernichtet und vertrieben    38
Haremswächter für Cordoba    40
3    Blutsauger und Schmarotzer    43
Menschenraub und Menschenhandel    43
Die Aufstände der Bauern    44
Verbrechen an Haupt und Gliedern    46
Von der Sonnenfinsternis zum Fegefeuer    48

III    FREIMAURER AUS DEM WESTEN – DIE NEUZEIT    49
1    Zwischen Fortschritt und Barbarei    50
Keine Richtung und kein Ziel    50
Pioniere einer neuen Epoche    50
Ein Genie wird verbrannt    52
Imperialismus und Absolutismus    52
Empörung in Paris    54
2    Der Weg zur Weltherrschaft    56
Nichts Neues unter der Sonne    56
Erfolgreiche Kolonialpolitik    57
Europas neue Sklaven    59
Die sogenannten Menschenrechte    62
3    Der Traum von der Bruderkette    65
Heuchler und Sonntagsredner    65
Menschen zweiter Klasse    66
Das Massaker am Sand Creek    69
Einmalig auf der Welt    72

Benutzte Literatur    74
Quellenangaben    75


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