Emetophobie - Die Angst vor dem Erbrechen

Aktueller Forschungsstand und Informationen für Betroffene und Angehörige (3. Auflage 2018)

Yvonne Höller

Kurzübersicht

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten zur Emetophobie und insbesondere deren Therapie deutlich angestiegen. Um diese neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen, war es notwendig, die zweite Auflage der Veröffentlichung "Emetophobie – Die Angst vor dem Erbrechen" zu überarbeiten. Dieses Buch (3., komplett überarbeitete Auflage 2018) ist gedacht als Hintergrundinformation für Betroffene und Angehörige oder Interessierte. Auch Berufsgruppen, die mit Menschen mit Emetophobie in Kontakt kommen, können sich hier einen Überblick über vorhandene Erkenntnisse zur Emetophobie verschaffen. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, der einem Entscheidungen abnimmt, sondern vielmehr als möglichst umfassende, auch in Grundlagen ausschweifende Sammlung von Informationen, die aber entscheidungsnah, z.B. was die Wahl einer Therapie angeht, aufgebaut ist.

ISBN: 978-3-941216-88-4
Veröffentlicht: Mai 2018, 3. überarb., aktual. Aufl. 2018. Auflage, Einband: Broschur, Abbildung und Tabellen: mehrere Abbildungen und 1 Tabelle, farbig, Seiten 164, Format DIN A5, Gewicht 0.3 kg
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24,50 €

9783941216884

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Details

Yvonne Höller

Emetophobie – Die Angst vor dem Erbrechen

Aktueller Forschungsstand und Informationen für Betroffene und Angehörige

3. überarb., aktual. Aufl. 2018.
Einband: Broschur, 164 Seiten, Format DIN A5, ISBN 978-3-941216-88-4. Rhombos-Verlag, Berlin 2018, 24,50 Euro
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Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten zur Emetophobie und insbesondere deren Therapie deutlich angestiegen. Um diese neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen, war es notwendig, die zweite Auflage der Veröffentlichung "Emetophobie – Die Angst vor dem Erbrechen" zu überarbeiten.
Dieses Buch, das 2018 nunmehr in komplett überarbeiteter, dritter Auflage vorliegt, ist gedacht als Hintergrundinformation für Betroffene und Angehörige oder Interessierte. Auch Berufsgruppen, die mit Menschen mit Emetophobie in Kontakt kommen, können sich hier einen Überblick über Erkenntnisse zur Emetophobie verschaffen. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, der einem Entscheidungen abnimmt, sondern vielmehr als möglichst umfassende, auch in Grundlagen ausschweifende Sammlung von Informationen, die aber entscheidungsnah, z.B. was die Wahl einer Therapie angeht, aufgebaut ist.

Als Ergänzung zu den Literaturrecherchen führte die Autorin auch eine Internetumfrage im online-Forum www.emetophobie.de durch, deren Ergebnisse in diese Arbeit eingeflossen sind.

Zur Autorin

DI Dr. Yvonne Höller studierte Psychologie und Angewandte Informatik an der Universität in Salzburg. Mit Antrittsbeginn  August 2018 erhielt sie einen Ruf als Professorin für Psychologie an die Universität in Akureyri, Island, mit einem Schwerpunkt in der biologischen Psychologie und speziell dem quantitativen Elektroencephalogramm. Zuvor war sie für zehn Jahre wissenschaftlich an der Universitätsklinik für Neurologie und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg tätig, wo sie mit der Methode des quantitativen Elektroencephalogramms neurologische Erkrankungen wie Epilepsie, Demenz, Wachkoma und Querschnittslähmung erforschte.
Die Initiative für dieses Buch ergriff 2006 eine Patientin in einer Berufsrehabilitationsinstitution, die sich an die Autorin gewandt hatte und sie bat, ihr dabei zu helfen, die damals noch eher unbekannte Angsterkrankung bekannt zu machen. Hieraus entstand dann 2009 die erste Auflage dieses Buches.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie dieses Buch in den Händen halten, tun Sie das vielleicht, weil Sie annehmen, selbst an Emetophobie zu leiden oder weil Sie vermuten, dass ein naher Angehöriger an Emetophobie leidet. Sie möchten sich nun über diese Störung informieren oder vielleicht herausfinden, ob es sich tatsächlich um Emetophobie handelt. Ich möchte Sie dabei unterstützen.
Dieses Buch enthält Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Angst vor dem Erbrechen, weithin als Emetophobie bekannt. Das Buch ist als Hintergrundinformation für Betroffene, Angehörige oder Interessierte gedacht. Auch Berufsgruppen, die mit Patienten mit Emetophobie in Kontakt kommen, können sich hier einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Emetophobie verschaffen. Das Buch ist nicht als Ratgeber gedacht, sondern vielmehr als möglichst umfassende, auch in Grundlagen und verwandte Themen ausschweifende Sammlung von Informationen. Im heutigen Gesundheitswesen spricht man vom mündigen Patienten, der über die Krankheit, die Art der Diagnose und Therapie gründlich aufgeklärt werden muss. In der Praxis bleibt leider oft wenig Zeit, diesem Ideal zur Gänze nachzukommen. Ziel des Buches ist es deshalb, ein umfangreiches Hintergrundwissen anzubieten.
Die Emetophobie an sich ist nicht neu, aber irgendwie erscheint es doch, als errege sie erst seit wenigen Jahren Aufmerksamkeit. In einigen älteren Veröffentlichungen, die man dem Problemkreis Emetophobie zuordnen könnte, kann zwar vermutet werden, dass es sich bei dem darin beschriebenen Krankheitsbild um Emetophobie handelt, die Störung wurde aber anders bezeichnet. Die jüngere Forschung räumt der Emetophobie einen beträchtlichen Raum ein. Die ersten Arbeiten stammten vor allem aus Kanada (Lipsitz, Manassis), den Niederlanden (u. a. van Overveld, van Hout, Bouman), Australien (Mark Boschen) und zuletzt vermehrt aus England (David Veale). Es gibt auch einen frühen Buchbeitrag in einem Standardwerk (McNally, 1997), der allerdings leider nur sehr wenig Beachtung gefunden hat. In den vergangenen Jahren (2013-2017) hat sich die Anzahl der Forscher und das Spektrum der Themen erweitert und es gibt viele Bemühungen, bestehende Therapieansätze an die Besonderheiten der Emetophobie anzupassen und systematisch auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen. Die Bezeichnung Emetophobie hat es 2017 sogar erstmals in ein klinisches Handbuch der renommierten Oxford University Press Serie geschafft (Keyes & Veale, 2017). Diese Entwicklungen sind sehr positiv, da das gesteigerte wissenschaftliche Bemühen wichtige Ergebnisse zutage gefördert und zur Bekanntheit der Emetophobie beigetragen hat. Trotzdem steckt die Forschung zur Emetophobie im Vergleich zu anderen Störungen noch in den Kinderschuhen, und auch die Bekanntheit der Emetophobie ist unter medizinischen und psychologischen Fachleuten noch gering.
Die Quellen, auf welchen dieses Buch aufgebaut ist, werden im Text genannt, d.h. in den entsprechenden Passagen finden sich Verweise auf die Originalwerke, die dann im Literaturverzeichnis aufgelistet sind. Wer etwas genauer wissen möchte, kann auf diesem Wege zu weiterführender Literatur kommen.
Ich möchte alle Leserinnen um Nachsicht bitten, wenn sie im weiteren Text nicht die heute oft übliche gendergerechte Formulierung finden (LeserIn, PatientIn usw.). Dies geschieht zum Zwecke der besseren Leserlichkeit des Textes. Als „emanzipierte” Frau verzichte ich darauf, geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden, da ich mich auch emanzipiert genug fühle, um mich bei jedweder Formulierung angesprochen zu fühlen − ich hoffe, Ihnen, liebe Leserin, geht es genauso.

Yvonne Höller

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Informationsmöglichkeiten:

Emetophobieforum online (deutsch): www.emetophobie.de
Emetophobieforum in den Niederlanden (niederländisch): www.emetofobie.nl

Inhaltsverzeichnis

    Glossar    7
    Vorwort    9
1    Erbrechen, Angst und Störung    11
1.1    Darf es ein bisschen Statistik sein?    14
1.2    Klassifikation der Emetophobie    16
1.3    Diagnose der Emetophobie    20
1.4    Häufigkeit der Emetophobie    29
2    Phänomenologie der Emetophobie    33
2.1    Zeitlicher Verlauf    33
2.2    Angst vor dem Erbrechen in
verschiedenen Varianten    34
2.3    Intensität und Profil der Angst    36
2.4    Vermeidung    38
2.5    Essverhalten    40
2.6    Somatisierungen    44
2.7    Übelkeit    46
2.8    Ekel    50
2.9    Beeinträchtigung durch die Angst
vor dem Erbrechen    52
3    Komorbidität und Emetophobie    53
3.1    Psychische und körperliche Komorbiditäten    54
4    Die Verwandten der Emetophobie    57
4.1    Gemeinsamkeiten mit anderen Angststörungen    58
4.2    Zwangsstörungen    61
4.3    Essstörungen    62
4.4    Emetophobie und Phagophobie – Angst vor dem Essen?    65
4.5    Emetophobie und Hypochondrie    66
5    Emetophobie und Partnerschaft    67
6    Ursachen und Interpretationen    70
6.1    Erbe oder Umwelt?    72
6.2    Das bio-psycho-soziale Modell    74
6.2.1    Biologische Komponente    75
6.2.2    Psychologische Komponente    78
6.2.3    Soziale Komponente    85
6.2.4    Zusammenspiel von bio-psycho-sozialen Faktoren    86
6.3    Erbrechen als Auslöser und „Anschürer“    88
6.4    Entstehung der Emetophobie im Kindesalter    90
6.5    Subjektive Theorien    94
7    Therapie der Emetophobie    95
7.1    Psychotherapie    98
7.1.1    Einzel- oder Gruppentherapie?    100
7.1.2    Empowerment    101
7.1.3    Psychoanalyse    102
7.1.4    Verhaltenstherapie    106
7.1.5    Kognitive Therapie    119
7.1.6    Gesprächstherapie    123
7.1.7    Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung    125
7.2    Medikamente    127
7.3    Alternativmedizin    129
7.4    Homöopathie    131
7.5    Therapie bei Kindern mit Emetophobie    134
7.6    Selbstheilungsversuche    141
8    Kontakte    145
9    Literatur    146
    Index    155

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