A decision-making tool for the selection of an appropriate integrated MSW management system for tropical Asian cities – the case of Bangkok

Werkzeuge zur Entscheidungsfindung für die Auswahl angepasster integrierter Abfallwirtschaftssysteme für tropische Städte Asiens, am Beispiel von Bangkok

Johanne Hanko

Kurzübersicht

Werkzeuge zur Entscheidungsfindung für die Auswahl angepasster integrierter Abfallwirtschaftssysteme für tropische Städte Asiens, am Beispiel von Bangkok
ISBN: 978-3-938807-89-7
Veröffentlicht: August 2009, 1. Auflage, Einband: Broschur, Seiten 260, Format DIN A5, Gewicht 0.35 kg
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29,00 €

A decision-making tool for the selection of an appropriate integrated MSW management system for tropical Asian cities – the case of Bangkok

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Johanne Hanko

A decision-making tool for the selection of an appropriate integrated MSW management system for tropical Asian cities – the case of Bangkok


Werkzeuge zur Entscheidungsfindung für die Auswahl angepasster integrierter Abfallwirtschaftssysteme für tropische Städte Asiens, am Beispiel von Bangkok

Band 22. Schriftenreihe des Lehrstuhls Abfallwirtschaft und des Lehrstuhls Siedlungswasserwirtschaft (ISSN 1862-1406)

260 Seiten. DIN A5. Broschur. Zahlr. Abbildungen und Tabellen.
Preis: 29,00 Euro. ISBN 978-3-938807-89-7. Rhombos-Verlag, 2009.

Zusammenfassung

 

Einführung

Tropische asiatische Entwicklungs- und Schwellenländer zeigten rasches städtisches Wachstum dadurch, dass Bauern einwanderten, um ein besseres Leben in der Stadt zu suchen. Dadurch ergab sich in vielen Städten ein Mangel an geeigneter Infrastruktur und an sozialen Diensten. Die städtische Müllversorgung bildet keine Ausnahme; sie wird sogar oft an das Ende der Prioritätenliste für städtische Aufgabenpläne gestellt, da dabei zuerst die Gesetze und Verordnungen formuliert und umgesetzt werden müssen. Das Problem des nicht entsorgten städtischen Mülls führt (mit Sicherheit) zu Luftverschmutzung, Krankheit und zur Verseuchung des Bodens und des Wassers. Diese Probleme stehen in tropischen Klimaten im Zusammenhang mit hoher Temperatur und Feuchtigkeit, mit heftigem Regen und mit häufigen Überschwemmungen. Stehendes Wasser und Ausschwemmung aus dem Abfall werden sehr schnell zu Brutstätten von Insekten, Nagern und Bakterien, und damit zu einer Gesundheitsgefahr für Arbeiter und die allgemeine Bevölkerung. Darüber hinaus kann Wasser- und Grundwasserverschmutzung/Kontamination zu einer ernsten Umweltzerstörung führen, mit direkten Auswirkungen auf die Wasserressourcen, und auf raschen Qualitätsverlust der pflanzlichen Erzeugnisse, des Rückgrates der meisten tropischen asiatischen Länder.

Müllentsorgung und die Verantwortlichkeiten

Lokale Regierungen müssen die öffentliche Gesundheit ihrer lokalen Bevölkerung sicherstellen und sind deshalb für die Müllentsorgung verantwortlich. Asiatische tropische Klimate sich rasch ändernde Müllzusammensetzung machen die Müllbehandlung und –entsorgung zu einer dauernden Herausforderung der Entscheidungsträger. Vor einer Entscheidung über das verwendete Entsorgungssystem muss eine geeignete Abfall-Charakterisierung treten. Diese Charakterisierung liefert Kenntnisse über die Abfallmenge, die Feuchte, den Heizwert und die Menge der verschiedenen Komponenten im Abfallstrom, wie z. B.: organisches Material, Plastik, Papier, Karton, Holz, Textilien, Gummi, Leder, Glas, Metalle, Nichtmetalle, Steine und Keramiken. Darüber hinaus ist die Herausforderung, der sich asiatische Länder gegenüber sehen, ein Mangel an Raum und damit wird die Platzierung eine Deponie zunehmend schwierig.

Die Abfallwirtschaft ist eine kostenintensive, aber trotzdem notwendige Maßnahme, um das Wohlergehen sowohl der Bevölkerung als auch für die Umwelt sicher zu stellen. Es wird geschätzt, dass Asien im Jahr 2025 etwa 47 Milliarden US$ aufwenden muss, um 0,5 bis 1 kg städtischen Müll je Person und Tag abzufahren und zu behandeln, oder 5 US $ je Kopf und Jahr. In Entwicklungsländern sind unzählige Leute nicht in der Lage, diese hohen Preise für die Abfallentsorgung zu zahlen. Deshalb liegt es in der Verantwortung der Regierung, die Abfallentsorgung zu betreiben und zu finanzieren, um die Bevölkerung, die Gemeinde und die Umwelt zu schützen. Tropische asiatische Städte müssen jetzt bezahlbare und nachhaltige Verfahren für die Entsorgung ihrer zunehmenden Menge täglichen Abfalls benennen, wobei gleichzeitig auf minimale Umweltbelastung, auf soziale Akzeptanz und auf minimale Landverbrauch zu achten ist. Eine leicht anwendbare Entscheidungshilfe zur Wahl des geeignetsten Abfallbehandlungssystem der Gemeinde wäre deshalb sehr nützlich.

Proposition

Der Zweck dieser Dissertation war die Entwicklung eines nutzerfreundlichen Instrumentariums für das Verwaltungs- und Regierungspersonal in tropischen Entwicklungs- und Schwellenländern.
Diese Vorgehensweise basiert auf einem Netzwerk, das eine Liste ausgewählter entscheidungsrelevanter Tatsachen in Betracht zieht, die nötig sind, um eine informierte Entscheidung machen zu können. Das entscheidungshelfende Verfahren muss von Entscheidungsträgern bei einer vorläufigen Feststellung des Abfallentsorgungs- und -behandlungssystems für ihre Gemeinde benutzt werden.
Tropische asiatische Städte müssen eine Reihe von Faktoren berücksichtigen, wenn sie über ihren Abfallwirtschaftsplan entscheiden. Dazu gehören die immerwechselnde Menge und Zusammensetzung des Abfalls infolge der zunehmenden Bevölkerungszahl und des Einkommens je Kopf, der hohe Feuchtigkeitsgrad, Verbrennungswärme-Werte und die oft begrenzten finanziellen Möglichkeiten.
Ferner sind gesetzliche, politische, verwaltungstechnische, soziale, finanzielle, ökonomische und technische Faktoren bestimmend.
Die Verwaltung muss dabei die Wichtigkeit jedes Teilschrittes der Abfallwirtschaft im Auge behalten, also Abfallerzeugung, Sammlung, Transport, Abfallcharakterisierung, Entsorgung und Behandlung.

Die Rolle der lokalen Gemeinden in der Entscheidungsfindung ist nicht hoch genug einzuschätzen; deshalb müssen Mitglieder der Gemeinde aktiv am Schutz der Umwelt und an der Verhinderung ihrer Zerstörung mitwirken. Mehrere Entscheidungshilfsverfahren für verschiedene Anwendungen wurden entwickelt. Jedoch zieht die Mehrzahl von ihnen nicht notwendigerweise eine öffentliche Teilnahme in Betracht, und sie sind auch nicht benutzerfreundlich.
Um die Komplexität der Probleme besser zu verstehen, die bei tropischen asiatischen Städten auftreten, wurde die Innenstadt von Bangkok, Thailands größte Stadt und Hauptstadt, als repräsentativer Fall ausgewählt, für die Entsorgung der 9000 t Müll der täglich produziert wird. Thailands Klima ist, besonders während der jährlichen Monsunzeit, heiß und feucht mit einer mittleren Temperatur von 28,4°C und einer Feuchtigkeit zwischen 70 und 100 %. Die Gesetze und Verordnungen zeigen sehr deutlich an, wie wichtig die Behandlung des städtischen Abfalls genommen wird. Zahlreiche Interviews, verbunden mit der Durchsicht von Dokumenten, Berichten und Ortsbesichtigungen ergaben Kenntnisse der zahlreichen Entscheidungsmaßnahmen, denen sich die städtischen Entscheidungsträger einer tropischen Stadt gegenüber sehen. Die Durchsicht und die Analyse der Entscheidungsmaßnahmen in Bangkoks Abfallentsorgungsstrategien zeigten, wie das Entscheiden als Werkzeug in verschiedenen asiatischen tropischen Städten benutzt werden kann.

 

Ein Entscheidungsrahmen wurde erstellt auf der Grundlage von Literatur-Recherchen und persönliche Erfahrungen, und anhand der in der Stadt Bangkok gesammelte Daten überprüft. Die Entscheidungspunkte im Netzwerk umfassen eine allgemeine Beschreibung der Stadt, ihre klimatischen und hydrogeologischen Bedingungen, die Menge und Art des erzeugten Mülls, einen Überblick über die bestehenden Anlagen und die existierenden Programme, öffentliche Aufmerksamkeit zu gewinnen, den sozioökonomischen Aspekt eines Abfallbehandlungssystems und die öffentliche Teilnahme. Es berücksichtigt ferner Gesundheits- und Sicherheitsüberlegungen im Zusammenhang mit Abfallentsorgungsmöglichkeiten und ihrer Kosten.
Das Entscheidungsinstrumentarium hat als Ziel, ein geeignetes Abfallbehandlungssystem zu ermöglichen, das als Grundlage soziale, klimatische und technische Informationen benutzt. Ihre Einfachheit erlaubt einem Verwaltungspersonal, das wenig Erfahrung mit Abfallwirtschaft und Computerwissen besitzt, verschiedene Optionen zu analysieren und Szenarien auszutesten. Des weiteren werden verschiedene Möglichkeiten überprüft, und es wird versucht, die Optionen in die Abfallwirtschaft zu integrieren.

 

Das Instrumentarium beinhaltet über ein Hundert geschlossene Fragen, die auf das Analysieren der Bedürfnisse und der gegenwärtigen Situation der Abfallwirtschaft einer bestimmten Gesellschaft ausgerichtet sind und die es ermöglichen, ein geeignetes Abfallwirtschaftssystem für die entsprechende Gesellschaft zu wählen. Diese Fragen hatten als Grundlage die Rahmen und Eckpunkte des Entscheidungsinstrumentariums. Dieses Instrumentarium ist selbsterklärend, und gleichzeitig bietet es Flexibilität bei der Entscheidung, um wie viel Prozent des Abfalls wieder verwertet wird, kompostiert oder behandelt durch irgend eine von den sechs Behandlungsoptionen; Kompostierung, Vergärung, Nicht-Verbrennungssysteme, Verbrennung, Deponierung und Energiegewinnung.
Die Ziele eines integrierten Abfallwirtschaftssystems können vom Benutzer geändert und modifiziert werden. Dies ermöglicht die Überprüfung verschiedener Szenarien und die Auswahl des geeignetsten Abfallbehandlungssystems. Das System kann sehr einfach sein und nur ein Behandlungssystem beinhalten oder mit einer Auswahl mehrere Behandlungssysteme sehr kompliziert sein. In einigen Ländern ist es Vorschrift mehrere Systeme anzuwenden. Integrierte Abfallwirtschaftssysteme, die mindestens zwei oder drei Abfallbehandlungssysteme beinhalten, sind deshalb gefragt.
Die Ziele der Gesellschaft sind ausschlaggebend und sind die Schlüsselfaktoren für den Entscheidungsprozess. Die Menge der wiederverwertbaren Materialien, die Brauchbarkeit des Komposts, die Interesse an Vergärung, die Möglichkeit einer Verbrennungsanlage, das Verstehen eines Nicht-Verbrennungssystems und die Verfügbarkeit von Land für Deponien, die Notwendigkeit für Elektrizität sind einige Schlüsselfaktoren die überlegt werden müssen. Integrierte Abfallwirtschaft ist wahrscheinlich die vernünftigste Vorgehensweise. Dies ermöglicht Flexibilität bei Abfallwirtschaftstechniken und ergänzt sie gegenseitig.

 

Öffentliche Verwaltungen können DMT als eine erste Bewertung der geeignetsten Technologie benutzen. Des weiteren gibt DMT dem Verwaltungspersonal Flexibilität in ihrer Wahl bezüglich der Menge an wiederverwertbarem Abfall unter der Anwendung verschiedenen Technologien, welches eine gut konstruiertes und gut integriertes Abfallbehandlungssystem für die Gesellschaft darstellt.

 

Fazit

Das Fazit ist: die Abfallwirtschaft in einem tropischen Schwellenland ist mit bestimmten Herausforderungen verbunden, die behandelt werden müssen. Ökonomische, technische und soziale Kriterien müssen in Betracht gezogen werden bei der Wahl geeigneter städtischer Abfallwirtschaftsysteme. Begrenzte finanzielle Möglichkeiten, Mangel an öffentlichem Bewusstsein und ein schwaches Wirtschaftssystem sind manchmal verantwortlich für die Wahl eines schlechtes Abfallbehandlungssystems, mit kurzsichtigen und über die Jahren teuren Entscheidungen statt langfristigen und vernünftigeren Entscheidungen. Wetterbedingungen und die Knappheit an Land in Stadtnähe sind besondere Herausforderungen. Das Entscheidungsinstrumentarium DMT macht die Identifizierung von Schlüsselfragen nötig für die Formulierung eines nachhaltigen Abfallwirtschaftskonzepts und für die Wahl eines technisch-, ökonomisch- und sozial-akzeptierbaren Abfallwirtschaftssystems, das besonders geeignet ist für tropische Klimate.  

Die Ergebnisse der DMT-Daten-Analyse bietet eine faire Auswertung für ein adäquates integriertes Abfallbehandlungssystems. Wenn einmal ein System identifiziert wurde, werden weitere Studien bezüglich Umsetzbarkeit und Anwendbarkeit nötig sein. Jedoch wird die Notwendigkeit, ausführliche Studien am multiplen Szenarien durchzuführen, minimiert, was erhebliche Ersparnisse für die Stadtverwaltung bedeutet. Eine Feasibility-Study und ein Masterplan haben zu folgen, um die standortspezifischen und Finanzierungsfragen zu klären sowie die Auswahl der spezifischen Anlagentechnik zu definieren.

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