Rhombos-Online-Nachrichten (RON)
16.01.2019
Kategorie: Life Sciences

DFG-Forschungsprojekt zu Morbus Parkinson gestartet

Wissenschaftler suchen nach neuen Therapieansätzen

Hamm. Mit DACaION ist Ende November 2018 an der Hochschule Hamm-Lippstadt erstmals ein Forschungsprojekt gestartet, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Das Forschungsvorhaben, das für einen Zeitraum von drei Jahren mit über 276.000 Euro gefördert wird, untersucht die Parkinson-Krankheit – Morbus Parkinson – und mögliche Therapieansätze der bislang unheilbaren Erkrankung. Professorin Dr. Nilima Prakash, Lehrgebiet "Angewandte Genetik und Stammzellbiologie" an der Hochschule Hamm-Lippstadt, forscht gemeinsam mit Dr. Ralf Kühn, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin, an dem Projekt.

Das fortschreitende und immer noch unaufhaltsame Absterben eines Subtyps von Nervenzellen, die Dopamin synthetisieren, ist maßgeblich am Entstehen der Parkinson-Krankheit beteiligt. Die altersabhängige neuropsychiatrische Erkrankung des Menschen führt zu einem zunehmenden Verlust der motorischen und kognitiven Funktionen des Gehirns und letztendlich zum Tod. Therapien, die die Krankheit aufhalten oder heilen, gibt es bislang nicht.

In dem Forschungsprojekt DACaION wird die gezielte Erzeugung dopaminerger Nervenzellen in der Labor-Kulturschale eingehender untersucht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, standardisierte Zellkulturverfahren für die regenerative Zellersatztherapie zu etablieren und krankheitsrelevante Aspekte bei Morbus Parkinson zu modellieren.

Gleichzeitig wird untersucht, ob die im Labor erzeugten Nervenzellen von sporadischen (idiopathischen) Parkinson-Patienten bereits Abweichungen aufweisen, die mittels kleiner therapeutischer Moleküle korrigiert werden können und zu einem besseren Überleben dieser Zellen führen. Die Parkinson iPS-Zellen an denen Prakash forscht, stammen aus der Parkinson’s Progression Markers Initiative (PPMI) der The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF)/USA, einer weltweiten klinischen Studie zur Detektion neuer Früherkennungs-(Biomarker) und Progressionsmarker für diese Krankheit. "Daraus erhoffen wir uns neue Erkenntnisse, die möglicherweise zu einer früheren und besseren Diagnose und zu neuen therapeutischen Ansätzen für den idiopathischen Morbus Parkinson - der häufigsten Form dieser Erkrankung - führen können", so Professorin Dr. Nilima Prakash. (Kerstin Heinemann)


Kontakt:
Prof. Dr. Nilima Prakash
Lehrgebiet "Angewandte Genetik und Stammzellbiologie"
Hochschule Hamm-Lippstadt
Marker Allee 76–78, 59063 Hamm
eMail: nilima.prakash@hshl.de
URL: https://www.hshl.de/personen/prof-dr-nilima-prakash

https://www.hshl.de/personen/prof-dr-nilima-prakashhttps://www.hshl.de/

Dr. Ralf Kühn,
Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin, Berlin
Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin
eMail: Ralf.Kuehn@mdc-berlin.de
Url: https://www.mdc-berlin.de/de/k%C3%BChn
https://www.mdc-berlin.de